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Rosmarin überwintern

Wie kann ich Rosmarin überwintern? Für viele Freunde des mediterranen Krauts ist dies eine wichtige Frage. Denn Rosmarin ist mehrjährig und wächst nur sehr langsam, so dass es sich lohnt, größere Pflanzen zu überwintern.

Botanische Information

Rosmarin (Rosmarinus officinalis) zählt zu den beliebtesten Küchenkräutern. Daher ist er unentbehrlich für jeden Kräutergarten. Zudem sehen die kleinen Sträucher sehen auch sehr dekorativ aus. Gerade ältere Pflanzen haben einen schönen Wuchs – zu schade, um jedes Jahr neue Pflanzen zu kaufen! Hier die wichtigsten Tipps, um Rosmarin gut über den Winter zu bekommen.

Rosmarin bedingt winterhart

Im Allgemeinen ist Rosmarin bedingt winterhart. Das heißt, dass er, ähnlich wie der Olivenbaum, Temperaturen von bis zu Minus 10 Grad aushalten kann. Das heißt, dass Rosmarin nur in milden Gegenden, wie zum Beispiel in Weinbauregionen, in Flusstälern, am Bodensee oder am milden Niederrhein, im Freien überwintern kann.

Winterharte Sorten

Es gibt aber auch unter den Rosmarin-Sorten sehr robuste Sorten, die auch Temperaturen von minus 20 Grad Stand halten, wie die Sorten Veitshöchheim, Salem, Hill Hardy, Sudbury Gem, Backnang, Seven Seas und Madeleines Hill und Arp. Immerhin minus 15 Grad hält die Sorte Sorte Prostratus aus. Sorten, die nach südlichen Regionen benannt sind, wie zum Beispiel „Toscana“ oder „Pinien-Rosmarin“ sollten auch nur dort den Winter im Freien verbringen.

Vorbereitung auf den Winter

Rosmarin ab August auf keinen Fall mehr düngen und auch weniger gießen. Ab September sollte die Pflanze auch nicht mehr geschnitten werden. Weitere Maßnahmen zur Vorbereitung auf den Winter sind nicht nötig.

Rosmarin in Töpfen im Freien überwintern

Im Herbst die Töpfe mit Rosmarin an einen geschützten Platz vor eine Hauswand zu stellen und gut mit Jute, Luftpolsterfolie, Kokosmatten oder ähnlichem umwickeln. Wichtig ist, dass das Wasser gut aus den Töpfen ablaufen kann. Daher entweder die Untersetzer regelmäßig auf überstehendes Wasser hin kontrollieren und dies abgießen. Leichter ist es, die Töpfe auf kleine Füßchen oder Steine zu stellen.

Rosmarin leidet im Winter sehr unter der Kälte, die vom Boden aufsteigt. Die Töpfe daher auf isolierendes Material stellen, wie zum Beispiel alte Styroporplatten, oder Pflanzroller.

Im Beet ausgepflanzten Rosmarin überwintern

In milden Gegenden ist es möglich, Rosmarin direkt ins Beet zu pflanzen. Wichtig ist allerdings, auf den richtigen Standort, Boden und ausreichend Winterschutz zu achten. Als Standort wähle einen Platz, der von Norden und Osten her geschützt ist. Am besten ist ein sonniger Platz vor einer Hauswand. Im Winter sollte die Sonne die Rosmarin-Pflanzen erst ab Mittag erreichen. Auch die Erde ist wichtig, damit sich im Winter (und natürlich auch im Sommer) keine Staunässe bilden kann. Achte auf einen mageren Boden, gegebenenfalls die Erde mit etwas Sand oder Kies durchlässig machen. Den Rosmarin im Winter, von Dezember bis April, mit einer doppelten Schicht Vlies abdecken. In schneereichen Gebieten über die Pflanzen ein Gerüst oder mehrere Stöcke anbringen, damit der Rosmarin nicht von der Schneelast erdrückt wird. Statt mit Vlies kannst du Rosmarin auch mit einer dicken Schicht aus Laub und Reisig abdecken. Zusätzlich um den Rosmarinstock Zweige in den Boden stecken, damit das Laub durch den Wind nicht weggeweht werden kann. Achte darauf, das Laub nicht zu dicht um den Rosmarin zusammenpressen. Der Winterschutz muss auf jeden Fall luftdurchlässig sein.

Rosmarin im Haus überwintern

Rosmarin kann an kühlen, hellen Plätzen im Haus überwintert werden. Dunkle Keller oder andere dunkle Räume sind nicht geeignet. Denn der immergrüne Rosmarin betreibt auch in den Wintermonaten Fotosynthese und benötigt hierfür Licht.

Die Temperatur sollte zwischen 5 und 15 Grad liegen und der Raum gut belüftet sein. Die Pflanzen dürfen in ihrem Winterquartier nicht austrocknen, aber auch nicht nass stehen. Daher regelmäßig vorsichtig gießen. Überschüssiges Wasser muss aus dem Übertopf bzw. Untersetzer abgegossen werden. Damit das Wasser nicht so schnell verdunstet, kannst du die Erde mit Blähton abdecken. Dieser wirkt wie eine Mulchschicht und verhindert, dass die Erde schnell zu trocken wird.

TIPP:

Keine Zeit oder Lust, die Rosmarinpflanzen im Winterquartier regelmäßig zu gießen? Einfach eine mit Wasser Flasche gefüllte kopfüber in die Erde stecken. Die Pflanze wird so zur Selbstversorgerin und bedient sich nach ihrem Bedarf aus dem Wasservorrat. Dies klappt leider nur bei größeren Töpfen, die nicht durch das Gewicht der Flasche umkippen könnten.

Rosmarin im kalten Gewächshaus überwintern

Auch ein kaltes, das heißt ungeheiztes Gewächshaus bietet sich als Winterquartier für Rosmarinpflanzen an. Aber auch im Gewächshaus ist ein Winterschutz erforderlich. Die Rosmarintöpfe entweder in Erde eingraben oder mit Luftpolsterfolie oder anderen Materialien umwickeln, um sie vor dem Durchfrieren zu schützen. Den Strauch mit Vlies abdecken, damit die Pflanze nicht so viel Wasser verdunstet. An frostfreien Tagen gießen. Achte darauf, dass sie Blätter beim Gießen nicht nass werden. Sie könnten sonst zu faulen beginnen.

Und noch ein Platz, um Rosmarin zu überwintern

Wenn du weder im Haus einen kühlen, hellen Platz hast noch über ein Gewächshaus verfügst, kannst du die Rosmarinpflanzen auch in helle Kellerschächte stellen. Auch dort sind sie vor sehr großer Kälte geschützt.

Rosmarin im Winter gießen

Rosmarin verdunstet auch im Winter über seine Blätter Wasser, wenn auch nur wenig. Rosmarin muss daher auch während der Wintermonate gegossen werden. Daher an frostfreien Tagen die Pflanzen dann vorsichtig gießen, wenn die obere Schicht der Erde trocken ist. Staunässe ist dabei auf jeden Fall zu vermeiden. Falls die Pflanze unter einer Haube oder Abdeckung überwintert, musst du sie zum Gießen entfernen können.

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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