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Oleander blüht nicht – diese Fehler bei der Pflege sind die Ursache

6 Gründe, warum Oleander nicht blüht und was du dagegen tun kannst. Mit Tipps zur Rosenlorbeer Pflege.

Oleander (Nerium oleander) ist eine schnell wachsende Pflanze, die bei uns als Kübelpflanze sehr beliebt ist. Kein Wunder, denn er zaubert mit seinen vielen Blüten mediterranes Flair LINK MEITERRAN in den Garten. Auch wenn die Pflege des Oleanders nicht schwer ist, solltest du einige Punkte beachten. Denn bestimmte Pflegefehler bestraft der Rosenlorbeer, wie die Pflanze auch genannt wird, mit ausbleibender Blüte.

1. Falscher Standort für den Oleander

Oleander stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und Vorderasien. Daher liebt der Strauch einen sonnigen, warmen und geschützten Standort. An schattigen Standorten wird der Rosenlorbeer zwar nicht eingehen, aber auch nicht blühen. Am besten steht er an der Südseite eines Hauses. Gefüllte Sorten sollten einen regengeschützten Standort haben. Denn wenn die gefüllten Blüten vom Regen durchnässt werden, beginnen sie schnell zu faulen.

Der falsche Standort ist einer der häufigsten Gründe, warum der Oleander nicht blüht. Da er als Kübelpflanze kultiviert wird, kannst du schnell Abhilfe schaffen und die Pflanze an ein sonniges Plätzchen im Garten schaffen.

2. Kalter, verregneter Sommer

Kalte, verregnete Sommer mag der Oleander so wenig wie die meisten Menschen. Zwar braucht die Pflanze viel Wasser, aber nicht in Form von vielen Regenduschen, die sein Laub und seine Blüten durchweichen. Außerdem mag es der Oleander warm. Wenn es längere Zeit unter 18 Grad hat, will die Pflanze gar nicht blühen.

Bei schlechter Blühlaune wegen schlechten Wetters bist du machtlos, es sei denn du hast einen Wintergarten, in den du die Kübelpflanze schaffen kannst. Tröste dich damit, dass der nächste Sommer bestimmt besser wird.

3. Zu wenig Nährstoffe

Der Oleander braucht viele Nährstoffe, um zu blühen. Von Mai bis August muss die Pflanze einmal bis zwei Mal in der Woche mit einem flüssigen Kübelpflanzenddünger gegossen werden, damit er blüht.

Hast du das Düngen vergessen, solltest du sofort mit dem Düngen anfangen. Eine überhöhte Dosis schadet aber und kann die fehlende Düngergabe nicht ausgleichen. Nach regelmäßigen Düngergaben wird der Oleander beginnen, Blüten zu bilden.

4. Falsches Schneiden des Oleanders

Da Oleander schnell wächst, wird er oft vor dem Einräumen ins Winterquartier geschnitten. Da sich jedoch die Blütenstände für das nächste Jahr bereits im Spätsommer bilden, wird dadurch die Blüte im nächsten Jahr verhindert. Blütenstände, die sich bereits an der Pflanze befinden, solltest du nicht abschneiden, da sie sich im nächsten Jahr weiter entwickeln werden. Auch Früchte solltest du stehen lassen. Aus ihnen entwickeln sich die Blüten im nächsten Jahr,

Der regelmäßige Pflegeschnitt des Oleanders erfolgt im Frühjahr. Schneide zu lange Triebe bis zum nächsten Trieb zurück. Auch während des Sommers kannst du einzelne Sprosse so zurückschneiden. Kürze auf keinen Fall nur die Triebspitzen, da du damit die Knospen entfernst.

5. Schneiden verblühter Blüten

Zu den wöchentlichen Gartenarbeiten vieler Gärtner und Gärtnerinnen gehört das Ausputzen der Pflanzen. Das heißt, dass verblühte Blüten abgeschnitten oder abgezupft werden, um die Pflanzen zu vermehrter Blütenbildung anzuregen. Beim Oleander solltest du auf jeden Fall auf das Auszupfen verzichten. Denn der Strauch bildet seine Blüten an den Spitzen der vorherigen Blütenstände. Würdest du diese abschneiden, kann der Strauch keine Blüten mehr bilden.

Wenn dich der Anblick verblühter Blüten stört, kannst du die vertrockneten Blütenblätter auszupfen.

6. Zu wenig Wasser für den Oleander

Der Oleander hat einen riesigen Wasserbedarf. Im Sommer muss er täglich bis zu drei Mal gegossen werden. Um nur einmal am Tag zu gießen, kannst du so viel gießen, dass das auslaufende Wasser im Untersetzer stehen bleibt. Da die Pflanze ursprünglich in Flussauen zu Hause ist, machen ihm „nasse Füße“ nichts aus. Bis zum Abend ist das Wasser verdunstet oder wurde von der Erde aufgesogen. Dauerhaft darf der Oleander aber nicht im Wasser stehen.

Das Wasser zum Gießen sollte nicht zu kalt sein. Am besten füllst du nach dem Gießen die Gießkanne für den nächsten Tag wieder auf, damit es gut temperiert ist. Gieße die Pflanze immer bodennah oder über den Untersetzer. Ein Überbrausen schätzt der Oleander gar nicht.

Oleander pflegen

Oleander kann zwischen zwei und vier Meter hoch und bis zu drei Meter breit werden. Die Pflanze trägt schmale bis zu 20 Zentimeter lange, glänzende Blätter, die sich ledrig anfühlen. An den Triebspitzen bilden sich die Trugdolden mit mehreren Blüten. Oleander blüht von Juni bis September je nach Sorte in Weiß Rosa, Rot, Lachsfarben oder Hellgelb.

Der Rosenlorbeer braucht einen sonnigen, geschützten Standort und im Sommer viel Wasser sowie regelmäßige Düngergaben. Der Oleander hält zwar kurzfristig Temperaturen von bis zu -5 Grad aus, muss aber den Winter an einem frostfreien Ort verbringen. Das Winterquartier sollte kühl und hell sein. Ideal ist ein kalter Wintergarten oder ein unbeheiztes Gewächshaus. Eine Überwinterung an einem dunklen Standort ist auch möglich. Dann dürfen die Temperaturen aber nicht über 10 Grad steigen. Es gilt die Faustregel, dass je dunkler der Raum ist, desto niedriger sollte die Temperatur sein. Der Wurzelballen darf über den Winter nicht vollkommen austrocknen.

Vorsicht: Der Strauch gehört zu den Hundsgiftgewächsen (Apocynaceae) und ist sehr giftig. Du solltest beim Hantieren mit der Pflanze Handschuhe tragen, denn bereits der Pflanzensaft kann Hautreizungen auslösen. Eine Liste sehr giftiger Gartenpflanzen findest du hier.

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