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Borretsch (Gurkenkraut) pflanzen, pflegen & vermehren

Der pflegeleichte Borretsch findet in der Küche und als Heilpflanze viele Anwendungsmöglichkeiten. Was es bei der Aussaat und beim Verwenden von Gurkenkraut zu beachten gilt und ob Borretsch winterhart ist, lest ihr hier.

Mit seinen schönen fünfblättrigen violettblauen Blüten macht Borretsch, oder Gurkenkraut, im Gartenbeet oder im Pflanzkübel auf dem Balkon eine super Figur. Die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten von Borretsch in Küche und Hautpflege machen die Würz- und Heilpflanze zudem zu einem echten Allrounder.

Borretsch: Botanischer Steckbrief

Borretsch ist eine Gewürz- und Heilpflanze, die zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) gehört. Der botanische Name des Borretsch ist Borago officinalis. Die übergeordnete Pflanzengattung ist ebenfalls unter dem Namen Borretsch (Borago) bekannt. Im Volksmund wird der einjährige Borretsch auch oft als Gurkenkraut bezeichnet.

Ursprünglich beheimatet ist der Borretsch in Kleinasien und dem Mittelmeerraum. Mit den im Mittelalter in Spanien einfallenden Mauren ist die Gewürzpflanze schließlich auf das europäische Festland gelangt, wo sie seither kultiviert wird.

Die einjährige krautige Pflanze wächst aufrecht und wird in der Regel an die 70 Zentimeter hoch. Die weichen, dunkelgrünen Blätter sind 10 bis 15 Zentimeter lang und haben eine ovale bis lanzettliche Form. Charakteristisch ist der leichte Gurkenduft, der von ihnen ausgeht (daher auch der Trivialname Gurkenkraut), sowie eine borstenartige Behaarung an Stängeln und Blättern. Zwischen Mai und Juli zieren hübsche fünfblättrige blaue Blüten die Pflanze, die eine hervorragende Bienenweide sind. Nach der Bestäubung bilden sich aus den Blüten dunkelbraune Samen, mittel derer sich die Pflanze munter selbst im Garten ausbreitet.

Als Würz- und Heilpflanze wird Gurkenkraut häufig in der Küche verwendet. In übermäßigen Mengen verzehrt können Blüten und Blätter jedoch leicht giftig sein.

Borretsch: Standort und Boden

Das Gurkenkraut bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Platz im Garten. Um zu verhindern, dass zu starke Windböen die aufrecht wachsenden Stängel der Pflanze beschädigen, sollte die Pflanze windgeschützt in die Erde gesetzt werden. Der Boden sollte locker, feucht (aber gut durchlässig) und kalkhaltig sein. Grundsätzlich ist Borretsch recht genügsam, was das Substrat angeht. Dieses sollte jedoch nicht zu sehr gedüngt sein.

Gurkenkraut pflanzen und pflegen

Borretsch zu pflanzen und zu pflegen ist recht einfach. Wer junge Borretschpflanzen ins Gartenbeet setzen will, der sollte darauf achten, dass zwischen einzelnen Pflanzen ein Abstand von 35 bis 45 Zentimeter eingehalten wird. Auch zu anderen Pflanzen sollte genügend Abstand gelassen werden, damit das wuchsfreudige Gurkenkraut andere Gewächse nicht überwuchert.

Ausreichend Feuchtigkeit unmittelbar nach dem Keimen, regelmäßige Wassergaben und eine gelegentliche Kompostgabe sind alles, was an Pflege für das Gurkenkraut anfällt. Die Frage, ob Borretsch winterhart ist, muss mit nein beantwortet werden.

Vermehrung und Aussaat von Borretsch

Borretsch lässt sich nur über Samen vermehren. Das Borago Saatgut kann zwischen April und Juli direkt ins Freiland ausgesät werden. Dabei gilt es zu bedenken, dass Borretsch ein Dunkelkeimer ist. Das bedeutet, dass die Samen ausreichend tief (zwischen 1 und 3 Zentimeter) in die Erde gesät werden müssen. Nach etwa 14 Tagen sollten die Keimlinge zu sehen sein. Werden die Samen in einen Pflanztopf gesät, sollte ein ausreichend tiefer Topf gewählt werden, da Borretsch tiefe Wurzeln ausbildet. Wer eine Borretsch Pflanze kaufen will, wird meist ausschließlich Samen zum Anzüchten finden - da Borretsch nicht mehrjährig ist, sind Samen meist ohnehin die bessere Alternative.

Da Borretsch sich immer wieder selbst aussät, ist es meist nue eine Aussaat nötig, um die Gewürzpflanze dauerhaft im Garten anzusiedeln - sehr praktisch für alle, die mit selbst aussäendem Gemüse einen pflegeleicheten Gemüsegarten anlegen wollen.

Verwendung des Gurkenkrauts als Würz- und Heilpflanze und in der Mischkultur

Das Gurkenkraut kann vielfältig in der Küche und in der Pflanzenheilkunde verwendet werden. Frische Borretschblätter sind eine Delikatesse und finden klein gehackt Verwendung in Salaten, Kräuterquarks und Saucen. Um die aromatischen Eigenschaften des Krauts zu erhalten, sollte dieses ausschließlich frisch verwendet und weder gekocht noch getrocknet werden. Auch die Blüten des Gurkenkrauts sind zum Verzehr geeignet und aus den Samen wird das aromatische Borretschöl gewonnen.

Blätter, Blüten und Wurzeln des Gurkenkrauts wurden in der Vergangenheit zur Behandlung verschiedener Beschwerden verwendet, darunter auch zur Blutreinigung und bei Atemwegserkrankungen. Heutzutage wird Borretsch vorrangig zur äußerlichen Anwendung bei Hautbeschwerden verwendet, zum Beispiel zum Lindern juckender und gereizter Haut.

In der Mischkultur ist Borretsch ein gern gesehener Pflanznachbar für verschiedene Gemüsearten, wie zum Beispiel Zucchini und Kürbisse. Da seine Blüten ein wahrer Bienenmagnet sind, ist Borretsch sehr nützlich und sollte Borretsch in keinem Gemüsegarten fehlen, um die Bestäuber in den Garten zu locken.


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