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Petersilie ernten

Eine Anleitung zum Petersilie schneiden und richtig ernten – so wächst das Küchenkraut wieder nach.

Petersilie (Petroselinum crispum) lässt sich so vielfältig in der Küche einsetzen, dass man nie genug davon haben kann. Das unentbehrliche Küchenkraut lässt sich zum Glück einfach im Garten kultivieren oder mit den richtigen Kräutern als Nachbarn im Pflanzkübel anbauen. Mit ein paar Tipps, die du beim Ernten beachten solltest, wächst das Kraut immer wieder nach.

Wie wächst Petersilie?

Petersilie ist eine zweijährige Pflanze. Im ersten Jahr bildet sie Blätter, die rosettenförmig aus der mehr oder weniger rübenförmigen Wurzel wachsen. Die Blätter wachsen an langen Stielen und sind doppelt bis dreifach gefiedert. Es gibt Petersiliensorten mit glatten und krausen Blättern.

Im zweiten Jahr bildet die Petersilie gelbgrüne Doldenblüten.

Wie schneidet man am besten Petersilie?

Beim Ernten von Petersilie solltest du nicht nur die Blätter abzupfen, sondern immer einen ganzen Stängel bodennah abschneiden. Ganz junge Triebe werden nicht geschnitten, sondern dürfen wachsen, bis sie mindestens drei Blätter gebildet haben.

Neue Triebe bilden sich immer aus dem Herz, also dem Inneren der Pflanze. Deshalb solltest du immer die äußeren, älteren Stängel zuerst abschneiden.

Achte darauf, dass die Pflanze vor der Ernte gut gegossen wurde, damit die Blätter nicht welk sind.

Wann muss Petersilie geschnitten werden?

Petersilie kann den ganzen Sommer über geerntet werden. Allerdings sollte die Pflanze bereits mehrere Triebe haben und, jeder Trieb, den du schneidest, mindestens drei Blätter haben.

Im Herbst welken die Blätter der zweijährigen Pflanze und ziehen ein. Im Spätsommer ist daher die letzte Gelegenheit für eine große Petersilen-Ernte. Schneide alle Blätter ein. Du kannst die Blätter portionsweise einfrieren, um im Winter mit dem Kraut versorgt zu sein.

Eine Einschränkung gibt es beim Ernten von Petersilie. Nach der Blüte dürfen die Blätter der Petersilie nicht mehr verwendet werden. Denn nach der Blüte sammelt sich in den Blättern zu viel giftiges Apiol, das Durchfall und Bauchkrämpfen führen kann. Da der Geschmack und die Qualität der Blätter nach der Blüte sehr nachlassen, fällt es leicht, auf eine weitere Ernte zu verzichten.

Wie kann ich Petersilie haltbar machen?

  • Um die geerntete Petersilie lange Zeit haltbar zu machen, hacke die Blätter klein und gebe sie portionsweise in Eiswürfelformen. Fülle die Form mit Wasser auf und friere sie ein. Bei Bedarf kannst du die gefrorene Petersilie in kleinen Portionen entnehmen.

  • Möchtest du Petersilie nur zwei bis drei Tage haltbar machen, kannst du die Stängel mit den Blättern in ein feuchtes Tuch einschlagen und das Ganze in eine Frischhaltedose geben. Eine andere Möglichkeit ist es, die Petersilie in ein Wasserglas zu stellen.

  • Petersilie kann auch bei niedrigen Temperaturen im Backofen oder in einem Dörrgerät getrocknet werden. Dann verliert sie aber viel von ihrem Aroma.

Kann man die Stiele der Petersilie essen?

Die Stiele der Petersilie haben einen intensiveren Geschmack als die Blätter. Allerdings sind sie etwas hart und werden daher nicht so gern in Salaten, Kräuterquarks oder ähnlichem verwendet.

Mit einem Bindfaden zusammengebunden und in einer Suppe gekocht, geben sie jeder Suppe den letzten Pfiff. Nach dem Kochen wird die Petersilie aus der Suppe genommen und nicht serviert.

Die Stängel der Petersilie kannst du für alle Soßen und Suppen verwenden, für die auch Suppengrün eingesetzt wird.

Verwende nur dunkelgrüne Stängel der Petersilie. Sortiere braune, gelbe oder kranke Blätter und Stängel aus.

Bildnachweis: Bild von Katharina N.


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