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Lavendel pflanzen, pflegen & verme

Wir verraten euch, wie ihr euren Lavendel gießen und pflegen müsst und was zu tun ist, wenn der Lavendel verblüht ist.

Winterharter Bienenmagnet: Hat der Lavendel Blütezeit, ist der Sommer da. Der winterharte Lavendel ist mit seinem angenehmen Duft und seiner kissenförmigen Wuchsform ein echter Hingucker.

Als Sinnbild der herrlichen Sommer in der Provence sorgt der Anblick von Lavendel bei den meisten augenblicklich für Urlaubsstimmung. Kein Wunder. Denn die vielseitig einsetzbare Pflanze sieht nicht nur toll aus, sondern verströmt auch noch einen angenehmen Duft, der Mensch, Tier und Insekten gleichermaßen betört.

Lavendel: Botanischer Steckbrief

Der Lavendel ist eine Gattung aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), zu der unter anderem auch die Minze gehört. Etwa 25 verschiedene Lavendelarten sind bekannt. Bei den in deutschen Gärten anzutreffenden Exemplaren handelt es sich in erster Linie um verschiedene Sorten des sogenannten Echten Lavendels (Lavandula angustifolia). Der Name Lavendel stammt übrigens vom lateinischen Wort “lavare” ab, welches mit “waschen” übersetzt wird. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Lavendels ist der Mittelmeerraum, wo er an warmen, sonnigen Hängen in Küstennähe gedeiht.

Der Halbstrauch wächst buschartig und ähnelt während seiner Blütezeit aus der Entfernung einem violetten Kissen. Aus der verzweigten, verholzten Sprossachse sprießen aufrechte Triebe hervor, an denen nadelförmige, graugrün schimmernde Blätter sitzen. Im Sommer zieren ährenförmige, violettblaue Lippenblüten das obere Ende der Zweige. Je nach Sorte erreicht der Lavendel eine Wuchshöhe von 60 bis 100 Zentimetern.

Lavendel Standort und Boden

Wie seine Herkunft aus dem warmen Mittelmeergebiet vermuten lässt, fühlt sich der Lavendel an einem warmen, sonnigen Standort am wohlsten. In Gegenden mit harten Wintern ist ein windgeschützter Platz empfehlenswert.

Der Boden sollte eher nährstoffarm und gut durchlässig sein, da der Lavendel Trockenheit bevorzugt. Gute Pflanzpartner für Lavendel sind unter anderem Rosen und Blaurauten. Aber nicht nur im Gartenbeet ist Lavendel ein echter Hingucker, auch als Topfpflanze auf sonnigen Balkonen oder Terrassen macht sich der dekorative Halbstrauch gut. Hier lest ihr, wie ihr Lavendel im Topf richtig pflegen könnt.

Ob der Lavendel winterhart ist, hängt von der jeweiligen Sorte ab. In der Regel sind jedoch alle hierzulande gängigen Sorten der Lavandula angustifolia auch für den Winter geeignet. In Regionen mit besonders strengem Frost, kann es jedoch empfehlenswert sein, die Lavendelpflanzen mit Reisig oder Vlies gegen die Kälte zu schützen.

Lavendel pflanzen und pflegen - So geht’s!

Sobald die Eisheiligen vorbei sind, kann man den Lavendel an der gewünschten Stelle im Garten pflanzen. Wie weit auseinander man zwei Lavendelpflanzen setzen sollte, hängt von der jeweiligen Sorte ab. Als Faustregel gilt bei Lavendel ein Pflanzabstand, der in etwa der halben Wuchshöhe entspricht. Für die meisten Lavendelsorten liegt der Pflanzabstand zwischen 25 und 30 Zentimetern.

Lavendel ist im Allgemeinen recht pflegeleicht. Heiße, trockene Sommer steckt er in der Regel problemlos weg. Erst nach einer längeren Trockenperiode muss man den Lavendel gießen. Düngen ist ebenfalls nicht notwendig, sondern kann im Gegenteil fast schon kontraproduktiv sein.

Was beim Lavendel allerdings anfällt, ist regelmäßiges Schneiden. Sobald der Lavendel verblüht ist, sollte er um mindestens ein Drittel, wenn nicht sogar um die Hälfte zurückgeschnitten werden. Ein weiterer Schnitt ist direkt nach dem Winter fällig. Wer seinen Lavendel vor der Wachstumsphase im Frühling bis zum verholzten Strunk zurückschneidet, der ermöglicht ein gleichmäßig buschiges Austreiben. Mehr zum Thema, wann und wie man Lavendel richtig schneidet, findet ihr in unserem separaten Ratgeber.

Lavendel Blütezeit

Die Blütezeit von Lavendel erstreckt sich vom Juni bis hinein in den August. In dieser Zeit zieren ährenförmige, kleine violettblaue Blüten die Triebe der Pflanze. Der intensive Duft ist nicht nur für uns Menschen angenehm, sondern macht den Lavendel auch zu einer durchaus bienenfreundlichen Pflanze. Hier verraten wir euch, was ihr tun könnt, wenn euer Lavendel nicht richtig blüht.

Lavendel vermehren

Lavendel lässt sich am besten mit der Stecklingsmethode vermehren. Dazu werden im Frühsommer halb verholzte Triebe von der Pflanze abgeschnitten und zum Bewurzeln in Erde gesteckt.

Lavendel verwenden: Einsatzmöglichkeiten der Duft- und Heilpflanze

Lavendel sieht als Zierpflanze nicht nur extrem schön aus, sondern kann auch in vielfacher Hinsicht als Heilpflanze verwendet werden. Die im Lavendel enthaltenen ätherischen Öle wirken beruhigend, weswegen die Pflanze häufig als Heilmittel bei Schlaflosigkeit, Migräne oder auch Nervenschwäche zum Einsatz kommt.

Auch in der Küche kann man Lavendel verwenden. Sowohl die Blüten als auch die Blätter eignen sich hervorragend als Aromageber für Fleisch- und Fischgerichte, hier vor allem in Kombination mit Rosmarin und Thymian. Für tolle geschmackliche Noten sorgt der Lavendel auch in Süßspeisen, wie beispielsweise Muffins, oder Käsesorten. Dass Lavendel giftig ist, ist übrigens ein Mythos. Auch für Katzen ist Lavendel unbedenklich.

Ein weiteres Anwendungsfeld für Lavendel sind Kosmetik- und Duftprodukte. Stoffsäckchen mit getrocknetem Lavendel sorgen für einen angenehmen Duft in Räumen und Kleiderschränken und auch als Zusatz in pflegenden Körpercremes ist Lavendel überaus beliebt.


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