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Die schönsten Schatten spendenden Kletterpflanzen

Kletterpflanzen bilden einen natürlichen Sonnenschutz im Garten. Wir stellen die schönsten Kletterpflanzen vor, die Sonne und Hitze vertragen.

Kletterpflanzen an Rankgerüsten oder Pergolen sind schöne und natürliche Schattenspender. Wer Linderung vor der Hitze sucht, kann sich im Schatten von grünen Pflanzen, rankenden blühenden Schönheiten oder von Pflanzen, die Früchte tragen, entspannen. Nur eines müssen die Himmelsstürmer können: Sonne und Hitze ertragen.

Wir stellen die schönsten Kletterpflanzen als Sonnenschutz vor.

Blühende Kletterpflanzen

Kletterrosen (Rosa spec.)

Von den Kletterrosen gibt es die Ramblerrosen und die Rankrosen. Ramblerrosen wachsen sehr schnell und werden bis zu 10 Meter hoch. Sie blühen nur einmal, dann aber mit einer Pracht, dass Dornröschen vor Neid erblassen würde.

Rankrosen werden nicht so hoch, wachsen dafür aber kompakter. Von ihnen gibt es einmal und remontierende, das heißt mehrmals blühende Sorten.

Welche Kletterrose für dich am besten geeignet ist, hängt sehr von deinem Rankgerüst ab. Kletterrosen werden etwa drei bis fünf Meter hoch. Du kannst sie als Sichtschutz an Zäunen oder für Lauben verwenden. Ramblerrosen wachsen vor allem in die Höhe. Sie können Baumkronen dichter machen oder das Dach einer Pergola bedecken. Achte darauf, dass das Rankgerüst für die schnell wachsenden Pflanzen stabil ist.

Damit Kletterrosen kompakt wachsen, ist ein regelmäßiger Schnitt erforderlich.

Rosen sehen sehr schön im Kombination mit Geißblatt (Lonicera) und Waldrebe (Clematis) aus.

Tipp: Achte beim Kauf auf das ADR-Siegel (Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung). Dieses Siegel erhalten nur robuste Sorten.

Waldrebe (Clematis)

Clematis sind wunderschöne Kletterpflanzen, die es in einer Vielzahl an Sorten gibt. Kleine Blüten tragen Clematis-Sorten mit Wildcharakter, die insgesamt sehr robust sind. Ein Beispiel für diese Art von Clematis ist die Sorte Clematis alpina.

Das Kennzeichen der Clematis-Hybriden sind große Blüten. Von diesen gibt es im Frühjahr im Sommer blühende Sorten. Schön sind zum Beispiel die Sorten ‚The President‘ oder die m Sommer rosa blühende Sorte ‚Comtesse de Bouchaud‘.

Clematis brauchen einen durchlässigen, nährstoffhaltigen Boden. Der Wurzelbereich sollte mit Stauden, einem großen Topf oder ähnlichem beschattet werden.

Blauregen (Wisteria)

Der Blauregen ist eine imposante Kletterpflanze mit großen, duftenden Blüten. Das schnell wachsende Gehölz braucht ein stabiles Klettergerüst, das die schweren, von Blüten behangenen Äste tragen kann und ist daher für eine große Pergola oder Lauge geeignet. Der Blauregen muss jährlich zurückgeschnitten werden, um immer wieder üppig zu blühen. Blauregen ist winterhart, junge Pflanzen sollten aber in den ersten Jahren geschützt werden.

Der Boden muss durchlässig und nährstoffreich sein. Die Pflanzen sollten im Frühjahr mit Kompost oder organischem Dünger gedüngt werden.

Geißblatt, Heckenkirsche (Lonicera)

Von den Geißblättern gibt es sommer- und immergrüne Sorten. Es gibt eine Vielzahl an Sorten und Arten, achte daher beim Kauf auf die Pflanzhöhe, damit die Kletterpflanze auch ausreichend Schatten wirft. Ein Beispiel für eine hohe Sorte ist die Heckenkirsche ‚Lonicera x heckrottii‘ ‘Goldflame’, die bis zu acht Meter hoch werden kann oder das sehr bekannte Jelängerjelieber, oder auch Echtes Geißblatt genannt. Wer nicht nur Schatten, sondern im Winter auch einen grünen Sichtschutz sucht, ist mit dem Immergrünen Geißblatt (Lonicera henryi) gut beraten.

Nach der Blüte sollten die Geißblätter auf einen Seitentrieb gekürzt werden, damit sie im nächsten Jahr wieder üppig blühen. Leider werden die Heckenkirschen sehr häufig von Blattläusen befallen, so sehr dass sie Blätter verkrüppeln. Bevor du zur Giftspritze greifst, solltest du besser rechtzeitig die Läuse mit selbst gemachten, biologischen Präparaten bekämpfen.

Geißblätter stellen wenig Ansprüche an den Boden, bevorzugen aber frische bis feuchte, durchlässige und humose Böden.

Amerikanische Klettertrompete (Campsis radicans)

An einem warmen, windgeschützten Standort verzaubern Klettertrompeten mit langen, orangefarbenen Blüten, die den Garten von Juli bis September verzaubern. Die Pflanzen werden etwa 5 Meter hoch. Sie können sich ohne Rankhilfen an glatten Oberflächen festhalten. An Pergolen Wänden bilden sie rasch ein dichtes, schützendes Blätterdach.

Der Wurzelbereich der Trompetenblumen muss beschattet sein. An den Boden stellen sie keine besonderen Ansprüche, fühlen sich aber in einem lockeren und nährstoffreichen Boden besonders wohl.

Kletterpflanzen mit essbaren Früchten als Sichtschutz

Weinreben (Vitis vinifera ssp. vinifera)

Weinreben brauchen einen warmen und geschützten Standort. Besonders gut wachsen sie daher an Pergolen vor einem Haus, da die Hauswand Wärme speichert. Am besten wählst du Tafelreben oder Tafeltrauben für deinen Garten aus, da ihre Trauben frisch am besten schmecken und viele Sorten jetzt kernlose Früchte tragen. Ungeschnitten können die Pflanzen bis zu 10 Meter hoch werden.

Leider sind Weinreben anfällig für Pilzkrankheiten. Achte daher beim Kauf auf pilzresistente Sorten, wie zum Beispiel ‘Moldawa’ mit blauen Trauben oder die schnellwüchsige Sorte ‚Calastra‘ mit hellen Beeren.

Vor allem junge Weinreben benötigen einen Winterschutz. Häufle die Erde um den Stamm wie bei Rosen an und bedecke die Erde zusätzlich mit Reisig.

Kiwi (Actinidia)

Kiwis sind Schlingpflanzen, die in unseren Breiten an windgeschützten Standorten gut wachsen. Der Standort sollte, ähnlich wie beim Wein, windgeschützt und am besten vor einer Hauswand sein.

Da die Pflanzen zweihäusig sind, brauchst du eine männliche und eine weibliche Pflanze, damit sich Früchte bilden. Zwar gibt es mittlerweile auch selbstbefruchtende Kiwipflanzen. Diese tragen aber auch besser, wenn eine männliche Pflanze in ihrer Nähe wächst. Kleinfruchtige Arten, wie zum Beispiel die Minikiwi (Actinidia arguta) sind robuster und tragen im Herbst etwa zwei bis drei Zentimeter große, süße Früchte, die mit der Schale verzehrt werden können.

Die Pflanzen stellen einige Ansprüche an den Boden. Der Boden sollte leicht sauer und humos sein. Die Pflanzen brauchen viel Wasser und müssen im Sommer regelmäßig und häufig gegossen werden.

Brombeere (Rubus fruticosus)

Brombeeren sind schnell wachsende Pflanzen mit langen Ranken, die du an Klettergerüste oder Pergolen binden kannst. Pflanze am besten eine dornlose Sorte an deinem Sitzplatz. Die weißen Blüten erinnern an die von kleinen, ungefüllten Rosen und werden gern von Bienen besucht.

An den Boden stellen die Pflanzen wenig Ansprüche. Allerdings sollte er durchlässig sein.

Kletterbohnen

Kletterbohnen sind schwer in eine der genannten Kategorieneinzuordnen, da sie schön blühen, einjährig sind und essbare Früchte tragen. Da die Früchte vielleicht den größten Genuss bringen, werden sie hier unter „Kletterpflanzen mit essbaren Früchten“ eingeordnet. Für eine gute Ernte solltest du die Pflanzen regelmäßig gießen, vor allem während der Blüte und danach, wenn sich die Früchte bilden.

An den Boden stellen Bohnen wenig Ansprüche, bevorzugen aber einen gut durchlüfteten und humosen Boden.

Einjährige Kletterpflanzen

Schwarzäugige Susanne (Thunbergia alata)

Die Schwarzäugige Susanne solltest du im Haus vorziehen, um die hübschen orangefarbenen Blüten mit der namensgebenden schwarzen Mitte möglichst lange genießen zu können. Die Pflanze wächst sehr schnell und ist für das Beet und einen Pflanztrog gleichermaßen geeignet. Die Sorten Sorten ‚Red Orange‘ und ‚New Orange‘ werden besonders hoch und sind daher als Schattenspender besonders gut geeignet.

Die Erde sollte nährstoffreich und durchlässig sein.

Prunkwinde (Ipomoea)

Die großen blauen, trichterförmigen Blüten machen die Prunkwinde zu einer besonderen Kletterpflanze. Die Pflanze wächst sehr schnell und kann bis zu drei Meter hoch werden. Allerdings ist sie sehr kälteempfindlich und leidet schon bei Temperaturen unter 10 Grad. Es lohnt sich daher, die Pflanzen im Haus vorzuziehen. Der Standort sollte wind- und regengeschützt sein. Die Pflanzen können sich nur an Seilen, Drähten oder Schnüren festhalten.

Der Boden sollte für die Ipomoea locker und nährstoffreich sein.

Foto Clematis Evie Fjord on Unsplash

Foto Blauregen Laura Lugaresi on Unsplash

Foto Klettertrompete

Foto Brombeere


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