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Laub kompostieren und Lauberde herstellen

Aus Laub lässt sich schnell und einfach wertvoller Humus, nämlich Lauberde, herstellen. Dazu brauchst du weder einen Komposter noch viel Zeit. Hier die Anleitung.

Auch wenn du viel Laub auf den Beeten liegen lässt, fällt im Garten immer noch viel Herbstlaub an. Was soll man damit machen? Biotonne und Komposter sind schnell überfüllt. Die Fahrt zum Wertstoffhof ist lästig und zeitaufwändig. Daher ist es am einfachsten, aus Laub Lauberde zu machen. Lauberde wird zu einem besonders feinkrümeligen Kompost. In ihr finden sich wenige Samen und Wurzelreste von Wildkräutern. Daher wird sie wird gerne als Anzuchterde zum Düngen von Beeten verwendet. Lauberde lässt sich schnell und billig zu einem wertvollen Dünger herstellen.

Doch wie wird aus Laub gute Erde? Der Trick ist ganz einfach. Das Laub wird nicht im Komposter, sondern in einem Plastiksack oder einem schnell gebastelten Behältnis aus Hasendraht kompostiert.

Das brauchst du:

  • Plastiksäcke, alternativ Hasenzaun und Pflanzstäbe

  • Kompostbeschleuniger

  • Rasenschnitt oder Hornspäne zum Anreichern mit Stickstoff

  • Gehölzschnitt oder Stroh, um es unter das Laub zu mischen. Sie sorgen sie für eine bessere Belüftung und beschleunigen die Kompostierung.

Und so stellst du Lauberde her:

  • Fülle das Laub in einen Plastiksack.

  • Das Laub kompostiert schneller, wenn es klein geschnitten ist. Das geht am einfachsten, wenn du es mit dem Rasenmäher einsammelst. Du sparst dir Zeit, und das Laub wird gleichzeitig klein gehäckselt.

  • Mische Stroh oder klein geschnittene Äste unter die Blätter. Zusätzlich beschleunigen Rasenschnitt und zerkleinerte Küchenabfälle den Rotteprozess.

  • Streue zwischen das Laub Kompostbeschleuniger und etwas Hornspäne, um Stickstoff zuzuführen, da Herbstlaub sehr stickstoffarm ist.

  • Die Blättermasse sollte gut feucht sein, ähnlich wie ein ausgedrückter Schwamm. Falls erforderlich, solltest du sie mit Wasser oder einem Wasser-Milch-Gemisch von 100 ml Milch auf einen Liter Wasser befeuchten.

  • Binde den Plastiksack zu und steche Löcher hinein, damit Luft an die Blätter gelangt.

  • Jetzt kannst du den Plastiksack hinter dem Komposter, einer Hecke oder dem Gartenhaus verstecken.

  • Nach einem Jahr ist das Laub zu wertvollem Kompost zersetzt und kann im Garten verwendet werden.

  • Wer keinen Plastiksack verwenden will, kann mit einem Stück Hasenzaun einen Drahtkomposter herstellen. Forme den Draht zu einem Kreis und stabilisiere diesen mit zwei bis drei Pflanzstäben. Dann wie oben beschrieben das Laub mit Schnellkomposter, Küchenresten und Hornspänen füllen.

Dieses Laub nicht verwenden

Das Laub von Kastanien, Eichen, Walnuss, Platane, Pappel und Gingko ist schwer zu kompostieren. Dieses Laub solltest du besser in die Biotonne geben oder zum Wertstoffhof bringen.

Rhododendren, Heidelbeeren, Preiselbeeren und Moorbeetsträucher brauchen eine saure Erde, wie sie bei der Kompostierung von Eichenblättern und Nadeln von Nadelbäumen entsteht. Da diese langsam verrotten, dauert es sehr lange, bis sie zu Erde werden.

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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