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Ginster

Ginster wird immer beliebter in unseren Gärten. Die Pflanze blüht nicht nur wunderschön, sondern leidet auch bei Trockenheit nicht. Außerdem ist sie eine sehr gute Bienenweide.

Allgemeines

Mit dem Begriff werden gerne zwei verschiedene Gattungen aus der Familie der Schmetterlingsblütler bezeichnet. Einmal Ginster (Genista) und Besenginster (Cytisus). Aber auch wenn es sich um zwei Pflanzgattungen handelt, ist für den Gartenbesitzer der Unterschied nicht so wichtig, da sich die beiden Pflanzgattungen sehr ähneln. Der wichtigste Unterschied ist die Blütezeit. Besenginster blüht im April und Mai, Genista öffnet seine Blüten erst im Juli.

Ginster hat lange grüne Ruten, an denen wenige, kleine grüne Blättchen wachsen, neben denen zur Blütezeit die Blüten erscheinen. Diese besondere Wuchsform mit keinen oder wenig Blättern ist bereits ein Hinweis auf seine Anpassung an trockene, nährstoffarme Böden. Denn die Ruten verdunsten weniger Wasser als Blätter und bieten der Sonne weniger Fläche.

Die Pflanzen erreichen je nach Sorte Höhen zwischen 50 Zentimetern und drei Metern.

Standort und Boden

Ein vollsonniger Standort ist für jeden Ginster ideal. Der Boden sollte leicht, warm, nährstoffarm und vor allem durchlässig sein. Mit diesen Standortbedingungen ist der Ginster eine ideale Pflanze für Kiesgärten, aber auch für die Bepflanzung von Dachgärten. Mit einer guten Drainage ist der robuste Ginster auch sehr gut als Kübelpflanze auf sonnigen Balkonen oder Terrassen geeignet.

Pflanzen und Pflegen

Beim Pflanzen von Ginster ist es wichtig, Ginster nur als Ballenware und nicht wurzelnackt zu kaufen. Wurzelnacktes Pflanzen verträgt er nicht und geht schnell ein. Beim Pflanzen darauf achten, dass die lange Pfahlwurzel der Ginster-Pflanzen nicht verletzt wird. Ginster so tief pflanzen, wie er im Pflanzgefäß stand. Der Abstand zu anderen Pflanzen sollte die Hälfte der zu erwartenden Wuchshöhe des Ginsters sein. Nach dem Pflanzen gut gießen. Ginster kann das ganze Jahr gepflanzt werden, es sei denn der Boden ist gefroren. Der Standort des Ginsters sollte mit Bedacht gewählt werden. Denn Ginster entwickelt wegen seiner langen Pfahlwurzel nur wenige Faserwurzeln und verträgt ein Verpflanzen nicht so gut.

Ist die Pflanze erst einmal angewachsen, ist Ginster absolut pflegeleicht. Er muss nicht, auch nicht bei großer Trockenheit, gegossen werden, da er sich über seine lange Pfahlwurzel gut mit Wasser versorgen kann. Auch die Gabe von Dünger ist nicht erforderlich. Denn Ginster zählt zu den so genannten Leguminosen. An den Wurzeln dieser Pflanzen siedeln Bakterien, die Stickstoff sammeln und an die Pflanzen abgeben.

Auch ein Winterschutz ist nicht erforderlich. Nur wenn Ginster in Pflanzgefäßen wächst, sollten diese im Winter vor dem Durchfrieren geschützt werden.

Ginster schneiden

Es ist nicht nötig, Ginster zu schneiden. Falls die Pflanzen aber zu groß werden oder du einen buschigen Wuchs bei deinem Ginster fördern möchtest, können sie um ein Drittel gekürzt werden. Am besten nach der Blüte schneiden.

Wenn im Winter Ruten des Ginsters zurückgefroren sind, diese im Frühjahr zurückschneiden.

Blüte

Die Blüten von Ginster und Besenginster erscheinen am zweijährigen Holz. Die Blüten sitzen so dicht an den grünen Ruten, dass man die Triebe meist gar nicht mehr erkennen kann. Bekannt ist Ginster vor allem als gelb blühender Strauch. Es gibt aber auch weiß, rosa, violett oder rotbraun blühende Sorten.

Ginster, Bienen und Schmetterlinge

Ginster ist ein wahrer Bienenmagnet. Zwar liefern die hübschen Blüten keinen Nektar, sind aber ein sehr guter Pollenlieferant. Außerdem ist Ginster (Genista) eine wichtige Futterpflanze für Schmetterlingsraupen.

Beetnachbarn für den Ginster

Ginster sollte nur mit Pflanzen kombiniert werden, die wie er mit Trockenheit an sonnigen Standorten gut klarkommen. Wer gerne Blüten im Garten hat, kann zu Ginster Wildrosen, wie zum Beispiel die Kartoffelrose, oder Buschklee (Lespedeza thunbergii) und Blasenstrauch (Colutea arborescens) pflanzen. Aber auch Sommer- und Winterheide sehen sehr schön zu Ginster aus. Von den Gehölzen sind Kiefern, Thujen und Wacholder gute Nachbarn, da auch sie sandige Böden lieben.

Die sonnenhungrigen Pflanzen eines Steingartens sind gute Nachbarn zu niedrigen Sorten des Ginsters. Im Frühjahr sehen Akeleien oder Primeln sehr schön zu den Blüten des Ginsters aus

Vermehrung

Im Sommer bilden sich aus den Blüten kleine Samenschoten. Ameisen tragen diese weg und übernehmen so die Verbreitung. Aus den Samen wachen im nächsten Jahr kleine Ginster-Pflanzen. Die Vermehrung über Samen gelingt so gut, dass Ginster auch schnell zur Plage werden kann. Die Stecklingsvermehrung beim Ginster ist mühsam und wenig Erfolg versprechend.

Sorten

Für Steingärten oder als Bodendecker sind die reich gelb blühenden Sorten Osiris (Cytisus beanii) oder die Zwergform der Sorte Lydia geeignet. Eine weitere gelb blühende Sorte ist Allgold, der bis zu 120 Zentimeter hoch wird. Die Sorte Phebus blüht bereits im März, hat zahlreiche Blättchen und ist vor allem als Kübelpflanze beliebt. Eine stark wachsende Sorte ist Luna, die bis zu zwei Meter breit und hoch werden kann und im Frühling sehr üppig blüht. Die Sorte Lena leuchtet sehr mit ihren orangefarbenen Blüten. Der Purpurginster blüht in einem reizvollem Rosa, während die kupferfarbenen Blüten des Elfenbeinginsters Zeelandia sehr edel aussehen.

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Diese von vielen Gartenideen auf freudengarten wurde verfasst von der Redaktion.


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