Wusstest du, dass die Spinnenblume nicht nur hübsch aussieht, sondern auch auf den Teller gehört? Genau – was hierzulande oft als Zierpflanze bewundert wird, ist in vielen Teilen Afrikas ein echtes Superfood. Zeit also, dieser spannenden Pflanze einen genaueren Blick zu widmen!
Eine Pflanze mit außergewöhnlichen Blüten
Es ist schon erstaunlich, dass eine Blume mit diesem Namen sich großer Beliebtheit erfreut. Ihren Namen hat sie erhalten, weil die langen Staubfäden der Blüten an Spinnenbeine erinnern. Die Blüten selbst stehen am Ende der langen Stiele und zeigen sich von Juli bis in den Oktober. Die Blume ist nicht nur eine Augen-, sondern auch eine beliebte Bienenweide, denn sie hat ein reiches Angebot an Nektar zu bieten.
Die Spinnenblume (Cleome gynandra) ist bei uns als attraktive, einjährige Blume bekannt und beliebt. Die Pflanze mit den außergewöhnlichen Blüten blüht ab Juli bis in den späten Herbst.
Weniger bekannt ist, dass die Spinnenblume in vielen afrikanischen Ländern ein traditionelles Blattgemüse ist. Gerade in Regionen, in denen Nahrung knapp ist, spielt sie eine wichtige Rolle: Sie liefert wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und sogar Proteine.
Herkunft und Wuchs
Ursprünglich stammt die Spinnenblume aus Südamerika und gedeiht dort unter ganz unterschiedlichen Bedingungen. Sie ist eine einjährige, aufrecht wachsende Pflanze, die zwischen 80 und 100 cm hoch wird. In seltenen Fällen erreicht sie sogar die stattliche Höhe von 150 cm. Typisch sind ihre starke Verzweigung, eine lange Pfahlwurzel und nur wenige Seitenwurzeln.
Das Beste: Sie ist extrem robust und kommt auch mit Hitze und kurzer Trockenheit gut zurecht.
Der richtige Standort und Boden
Wie alle Pflanzen, die aus wärmeren Regionen kommen, mag es auch die Spinnenblume warm. Biete ihr einen sonnigen und am besten windgeschützten Platz an. Der Boden sollte nährstoffreich und durchlässig sein. Am besten mischt du vor dem Pflanzen etwas reifen Kompost unter die Erde. Da die Pflanze Staunässe nicht verträgt, musst du auf eine gute Drainageachten, wenn du sie im Kübel kultivierst.
Vermehrung: Einfach über Samen
Leider findet man die Spinnenblume eher selten in der Gärtnerei zum Kaufen. Daher musst du sie höchstwahrscheinlich selbst ziehen.
- Spinnenblumen kannst du ab März im Haus vorziehen oder ab Mai direkt ins Beet säen. Die Pflanzen sind Lichtkeimer, daher werden die Samen nur mit Wenig Erde bedeckt. Halte die Erde gleichmäßig feucht, bis die Samen keimen.
- Im Haus vorgezogene Jungpflanzen dürfen ab Mitte Mai ins Freiland. Pflanze immer drei bis vier Pflanzen zusammen, damit sie gut wirken.
- Die Pflanzen wachsen buschiger, wenn du die Spitze abknipst, da sie sich dann verzweigen. Wie genau dieses so genannte Pinzieren geht, kannst du hier lesen.
Pflege
Versorge deine Spinnenblumen regelmäßig mit Flüssigdünger, damit sie bis in den Oktober fleißig blühen. Wie bei den meisten einjährigen Blumen ist es sinnvoll, die verblühten Blüten regelmäßig „auszuputzen“, das heißt abzuschneiden, damit sich neue Blüten bilden. Im Herbst kannst du einige verblühte Blüten stehen lassen, damit sich Samen bilden. Diese kannst du ernten, trocknen und im nächsten Frühjahr aussäen.
Essbar und gesund
Der spannendste Teil: Du kannst die Blätter tatsächlich essen! In Afrika werden sie ähnlich wie Spinat zubereitet – gekocht, gedünstet oder als Bestandteil traditioneller Gerichte.
Sie liefern:
• Vitamine
• Mineralstoffe
• Pflanzliches Eiweiß
Es wurden noch keine Kommentare verfasst.