Pfingstrosen umpflanzen: Leitfaden für Stauden- und Strauchpfingstrosen

Das Umpflanzen von Pfingstrosen erfordert besondere Sorgfalt und das richtige Timing. Hier die Anleitung für das Umpflanzen von Stauden- und Strauchpfingstrosen.

Pfingstrosen gehören zu den beliebtesten Gartenblumen und begeistern mit ihrer üppigen Blütenpracht. Doch manchmal wird ein Standortwechsel notwendig. Auf folgende Punkte solltest du achten.

Der Unterschied zwischen Stauden- und Strauchpfingstrosen

Staudenpfingstrosen (Paeonia lactiflora)
Staudenpfingstrosen sind mehrjährige krautige Pflanzen, deren oberirdische Teile im Herbst absterben. Sie bilden fleischige Wurzelstöcke mit Knospen aus, die im Frühjahr neu austreiben. Diese Pfingstrosen-Art lässt sich vergleichsweise einfach umpflanzen. Beim Umpflanzen bietet es sich an, die Staude zu teilen und zu vermehren.

Strauchpfingstrosen (Paeonia suffruticosa)
Strauchpfingstrosen sind verholzende Sträucher, die ihre Zweige über den Winter behalten. Sie entwickeln ein komplexes Wurzelsystem und reagieren deutlich empfindlicher auf Standortwechsel. Beim Umpflanzen von Strauchpfingstrosen musst du mehr Vorsicht walten lassen.

Der richtige Zeitpunkt zum Pfingstrosen umpflanzen

Staudenpfingstrosen umpflanzen
Der optimale Zeitpunkt für das Umpflanzen von Staudenpfingstrosen liegt zwischen Ende August und Mitte Oktober. In dieser Zeit haben die Pflanzen ihre Blüte beendet und sammeln Kraft für das nächste Jahr. Wenn die Stauden-Pfingstrosen im Herbst verpflanzt werden, bleibt ihnen genug Zeit vor dem Winter, um gut anzuwachsen.

Strauchpfingstrosen umpflanzen
Strauchpfingstrosen pflanzt man am besten im frühen Herbst von September bis Oktober um. Alternativ kannst du sie auch zwischen März bis April umpflanzen. Dann musst du die Pflanzen aber intensiver bewässern.

Bodenvorbereitung und -verbesserung

Pfingstrosen bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit gut durchlässigem, nährstoffreichem Boden. Pflanze sie nicht in die Nähe von Gehölzen, denn sie können nicht gut mit Wurzeldruck umgehen. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, da sie zu Wurzelfäule führen kann.

Bodenverbesserung Schritt für Schritt

  • Pflanzloch graben
    Das Pflanzloch sollte doppelt so breit wie der Wurzelballen sein. Die Tiefe richtet sich nach der jeweiligen Pfingstrosen-Art.

  • Drainage verbessern
    Falls du in deinem Garten einen schweren Lehmboden hast, solltest du ihn mit grobem Sand oder Kies auflockern.

  • Boden abmagern
    Klingt komisch, aber Pfingstrosen brauchen trotz ihrer fantastischen Blüten einen humusarmen Boden. Ist der Humusgehalt zu hoch, werden die Pflanzen anfällig für Pilzerkrankungen. Wenn du einen humushaltigen Boden im Garten hast, solltest du ihn mit Sand oder Blähton abmagern, indem du diese Materialien unter die Erde mischst.

Staudenpfingstrosen umpflanzen

  • Schritt 1: Pfingstrose ausgraben
    Steche die Pfingstrose in einem Abstand von etwa 50 Zentimeter aus. Grabe möglichst tief, um alle Wurzeln zu erfassen. Hebe dann den Wurzelballen aus der Erde.

  • Schritt 2: Wurzeln reinigen und prüfen
    Schüttle die Erde vorsichtig ab und entferne beschädigte oder faulige Wurzelteile mit einer scharfen, sauberen Gartenschere.

  • Schritt 3: Pfingstrose teilen
    Teile den Wurzelballen mit einer scharfen Schere oder dem Spaten. Jedes Teilstück sollte mindestens 3-5 Augen (Knospen) besitzen und gesunde Wurzeln haben. Das Teilen des Wurzelballens st unbedingt zu empfehlen, da ungeteilte Pfingstrosen am neuen Standort meistens vor sich hin kümmern und schlecht wachsen wollen.

  • Schritt 4: Einpflanzen
    Setze die Pfingstrose in das vorbereitete Pflanzloch. Es sollte mindestens doppelt so tief und breit sein wie der Wurzelteil. Setze die Pfingstrose nicht so tief. Die Knospen sollten maximal einen Zentimeter unter der Erdoberfläche liegen. Bedecke die Wurzeln mit Erde und gieße die Pflanze gut an.

Strauchpfingstrosen umpflanzen

  • Schritt 1: Vorsichtig Ausgraben
    Die Wurzeln von Staudenpfingstrosen sind sehr empfindlich. Steche daher die Erde in einem möglichst großen Kreis um die Staudenpfingstrose ab. Der Wurzelballen und sollte möglichst vollständig erhalten bleiben.

  • Schritt 2: Einpflanzen
    Pflanze die Strauchpfingstrose so ein, dass die Veredelungsstelle etwa 10 bis 15 Zentimeter unter der Erde liegt. Fülle das Pflanzloch mit dem Aushub auf. Bilde einen Gießrand um die Strauchpfingstrose und gieße sie gut an.

Winterschutz für frisch umgepflanzte Pfingstrosen

Staudenpfingstrosen überwintern
Frisch gepflanzte Staudenpfingstrosen sind frostempfindlicher als etablierte Pflanzen. Ein Winterschutz aus Laub, Reisig oder Vlies schützt vor Kahlfrösten und Temperaturschwankungen.

Strauchpfingstrosen überwintern
Strauchpfingstrosen benötigen in den ersten Jahren nach dem Umpflanzen besonderen Winterschutz:

  • Wurzelbereich schützen: Decke den Wurzelbereich großzügig mit Laub oder Kompost ab. Eine 10-15 cm dicke Schicht schützt die Wurzeln vor Frost.

  • Triebe schützen In rauen Lagen solltest du die Triebe mit Vlies oder Jute umhüllen.

Häufige Fehler beim Pfingstrosen umpflanzen vermeiden

  • Falsche Pflanztiefe
    Dies ist der häufigste Fehler beim Umpflanzen von Pfingstrosen. Zu tief gepflanzte Staudenpfingstrosen blühen nicht, zu flach gepflanzte Strauchpfingstrosen können erfrieren.

  • Ungeeigneter Zeitpunkt
    Das Umpflanzen während der Wachstumszeit oder kurz vor dem Winter schwächt die Pflanzen unnötig.

  • Beschädigte Wurzeln
    Grobe Behandlung beim Ausgraben kann das empfindliche Wurzelsystem dauerhaft schädigen.

Was tun, wenn Pfingstrosen nach dem Umpflanzen nicht blühen?

Mach dir keine Sorgen, wenn deine umgepflanzte Pfingstrose im darauf folgenden Jahr weniger oder gar nicht blüht. Die Pflanzen steckt ihre Energie in die Bildung von Wurzeln In der Regel blüht sie spätestens im zweiten Jahr wieder reichlich.


Bildnachweis:

Einzelne weiß-rosa Blüte, Fot von 피어나네

Weiße Strauchpfingstrose, Foto von Zhu Bing

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