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Astilben für schattige Gartenbereiche

Wie sieht es in den schattigen Bereichen deines Gartens aus? Wenn dort gar nichts blüht, solltest du es einmal mit einer Astilbe (Prachtspiere) versuchen. Hier Tipps zum Pflegen, Schneiden, Vermehren.

Die Blüten der Astilben erinnern an Federbüschel und leuchten je nach Sorte in weiß, rosa, rot oder violett über den mehrfach untergliederten Blättern und bringen Farbe in dunkle Gartenecken. Auch die Samenstände der Astilben, auch Prachtspieren genannt, sind im Herbst und Winter ein schöner Blickfang.

Standort, Boden und Pflege von Astilben

Astilben kommen ursprünglich aus Japan und Nordamerika. Dort wächst die Pflanze in feuchten Wäldern. Entsprechend sind ihre Ansprüche an Boden und Standort. Am liebsten sind ihnen nährstoffreiche, feuchte Böden an halbschattigen Standorten mit höherer Luftfeuchtigkeit. Standorte in der prallen Sonne vertragen die Stauden nicht, oder nur dann, wenn sie nicht trockenstehen. Bei Neuanpflanzungen solltest du den Boden mit Kompost, Rindenhumus oder Holzhäcksel anreichern. Auch Rhododendron-Erde wird von den Pflanzen geschätzt.

Wichtig ist, dass der Boden nie vollkommen austrocknet. Schnell rollen sich dann die Blätter der Prachtspiere ein und vertrocknen anschließend. Es ist daher empfehlenswert, den Boden rund um die Prachstpiere zu mulchen, um die Erde feucht zu halten. In trockenen Sommern musst du sie auch regelmäßig gießen.

Astilben schneiden

Astilben müssen im Herbst nicht zurückgeschnitten werden. Da die Pflanze vollkommen vertrocknet, sind die Fruchtstände im Winter von Raureif überzogen ein schöner Blickfang im Garten. Auch im Frühjahr müssen die Pflanzen nicht geschnitten werden. Allerdings sieht es besser aus, wenn du die vertrockneten Blätter und Halme entfernst.

Gestaltung mit Astilben

Du hast verschiedene Möglichkeiten, deinen Garten mit Astilben zu gestalten. Kleine Sorten sehen am schönsten aus, wenn du sie in Gruppen pflanzst. Da es so viele verschiedene Sorten mit unterschiedlichen Blühzeitpunkten gibt, kannst du sie so miteinander kombinieren, dass sie deine dunklen Gartenecken von Juni bis September mit ihren Blüten aufhellen.

Schöne Kombinationen mit anderen Pflanzen

Im Beet passen Prachtspieren gut zu Rhododendren, Azaleen oder Hortensien, da sie ähnliche Ansprüche an den Boden haben. Schön ist es auch, Gruppen von Farnen oder niedrigen Ziergräsern mit Astilben abzuwechseln. Harmonisch sehen Prachtspieren zusammen mit Purpurglöckchen oder Funkien aus. Weiß blühende Astilben bilden einen attraktiven Kontrast zu blau blühenden Stauden wie dem Kaukasus-Vergissmeinicht, Akeleien oder dem Eisenhut. Auch die Kombination mit Frühlingsblühern ist geschickt, da Prachtspieren relativ spät austreiben.

Sorten der Astilben

Es gibt viele unterschiedliche Sorten und Arten der Astilben, die sich in Höhe, Blütezeit und Farbe unterscheiden. Alle haben sie aber die gleichen Ansprüche an Boden und Standort, so dass du verschiedene Sorten miteinander kombinieren kannst, um zum Beispiel den ganzen Sommer Blüten zu haben. Astilben gibt es in Höhen von 15 bis 120 cm, so dass du sie flächig als Bodendecker oder als Solitärstaude pflanzen kannst.

  • Die Astilbe japonica wird nicht höher als 50 cm und blüht bereits ab Juni oder Juli. Empfehlenswerte Sorten sind zum Beispiel „Europa“ oder „Red Sentinel“.
  • Die Astilbe arendsii erreicht Höhen von 60 bis 120 cm und wird vor allem flächig in Beeten gepflanzt. Beispiele für Sorten sind "Amethyst","Augustleuchten", "Bergkristall", "Brautschleier", "Cattleya", "Fanal" oder "Glutrot".
  • Sorten der Astilbe chinensis wollen sich auf keine Größe festlegen. Es gibt sie in Höhen zwischen 30 cm bis 120 cm. Sie blühen erst ab August oder September. Besonders beliebt als Bodendecker ist die Sorte „Pumilla“.
  • Sorten der Astilbe thunbergii machen als Solitärpflanze oder in kleinen Gruppen eine gute Figur, da sie mindesten 100 cm hoch werden. Wie der Name schon nahe legt ist die Sorte „Straußenfeder“ mit locker überhängenden Blütenrispen besonders schön.

Astilben pflanzen

Astilben müssen tief gepflanzt werden, da sich ihr Wurzelballen nach einiger Zeit wieder nach oben drückt. Der Pflanzabstand zwischen kleinen bodendeckenden Sorten sollte etwa 20 cm betragen, bei den größeren mindestens 40 bis 60 cm. Wenn du die Pflanzen in Humus oder Rhododendron-Erde pflanzst, haben sie einen guten Start in deinem Garten.

Astilben überwintern

Astilben sind winterharte, mehrjährige Stauden. Ein Winterschutz mit Reisig oder kleinen Ästchen hilft ihnen, die kalte Jahreszeit zu überstehen. Eine Schicht aus Laub oder Mulchmaterial ist allerdings nicht zu empfehlen, da diese Schichten Wasser speichern. Bei Minusgraden wird aus der Mulchschicht eine feste Decke, unter der die Pflanze leicht faulen kann, wenn Wasser nicht abfließen kann.

Astilben, die als Kübelpflanzen in Pflanzcontainern wachsen, solltest du in Winterschutz verpackt an einer geschützten Stelle im Garten oder der Terrasse überwintern.

Astilben vermehren

Prachtspieren können etwa alle drei bis vier Jahre geteilt werden. Bester Zeitpunkt dafür ist das Frühjahr. Zur Teilung den Wurzelballen ausgraben und die Erde so gut wie möglich abschütteln. Dann den Wurzelstock mit einem scharfen Messer oder bei größeren Wurzelballen mit dem Spaten teilen. Die geteilten Stücke an einem neuen Standort in frisches Substrat setzen und gut angießen.

Diese Gartenidee wurde verfasst von der Redaktion freudengarten.


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