Du hast alte Blumenerde übrig und fragst dich, was du damit machen sollst? Ob du in einem Haus mit Garten oder in einer Wohnung lebst – es gibt gute Möglichkeiten, Blumenerde zu entsorgen oder sogar wiederzuverwenden. Hier erfährst du, wie du umweltfreundlich und ressourcenschonend vorgehen kannst.
1. Wohin mit alter Blumenerde?
Je nachdem, ob du einen Garten hast oder in einer Wohnung wohnst, gibt es unterschiedliche Entsorgungsmöglichkeiten:
Alte Blumenerde entsorgen: Für Hausbesitzer mit Garten
Komposthaufen nutzen: Alte Blumenerde lässt sich hervorragend auf dem Kompost entsorgen. Mische sie gut unter den anderen Kompostmaterialien, damit sie sich zersetzt und später als nährstoffreicher Humus verwendet werden kann.
Direkt im Garten verwenden: Du kannst die Erde in Beete einarbeiten, um den Boden aufzulockern. Besonders gut eignet sie sich zum Mulchen oder als Basis für neue Pflanzungen, wenn du sie mit frischen Nährstoffen anreicherst].
Blumenerde entsorgen: Tipps für Wohnungsbewohner
Biotonne: Kleine Mengen unbelasteter Erde kannst du in die Biotonne geben. Achte darauf, dass die Erde frei von Schädlingen, Pilzen oder Chemikalien ist.
Über den Restmüll entsorgen: Wenn die Erde stark belastet ist (z. B. durch Schädlingsbefall), gehört sie in den Restmüll.
Nachbarschaftskompost: Vielleicht gibt es in deiner Nähe einen Gemeinschaftskompost oder einen Gartenfreund, der deine alte Blumenerde übernehmen kann.
2. Wie vermeide ich das Entsorgen? Alte Blumenerde wiederverwenden
Blumenerde ist oft viel zu schade zum Wegwerfen! Mit ein bisschen Vorbereitung kannst du sie wieder fruchtbar machen und erneut nutzen.
Wann ist Wiederverwendung möglich?
Die Erde darf nicht von Schädlingen, Pilzen oder Unkraut befallen sein. Verunreinigungen, wie z. B. Wurzelreste oder Schädlingslarven, sollten aussortiert werden. Wenn die Erde stark durchwurzelt ist, gehört sie auf den Komposthaufen. Wenn Schimmel in der Erde ist, solltest du die Erde lieber im Restmüll entsorgen.
Schritte zur Wiederaufbereitung alter Blumenerde
1. Säubern
Entferne alte Wurzeln, Steinchen und andere Rückstände.
- Lockere die Erde gut auf.
2. Nährstoffe auffrischen:
Mische einen Teil alter Erde mit einem Teil frischen Substrats.
Mische die alte Erde mit frischem Substrat (z. B. Kompost).
Alternativ kannst du organische Dünger wie Hornspäne oder Pflanzenkohle einarbeiten. Das Mischungsverhältnis bei der Pflanzenkohle 4 Teile Pflanzenkohle zu 100 Teilen alter Erde betragen.
Für eine besonders nährstoffreiche Mischung eignet sich auch Urgesteinsmehl oder Bodenaktivator.
3. Trocknen und Lagern
Wenn die Erde feucht ist, lasse sie an der Sonne trocknen.
Lagere sie trocken und kühl bis zur nächsten Pflanzsaison.
Aufbereitete Blumenerde im Garten verwenden
Verwende die aufbereitete Erde als Mulchschicht auf Beeten.
Harke die Erde im Frühling unter und vermische sie mit der vorhandenen Gartenerde.
Nutze sie zum Anhäufeln von Rosen oder als Mulch für Sträucher, Stauden und Büsche.
Aufbereitete Blumenerde für Zimmerpflanzen und Balkonpflanzen verwenden
Aufbereitete Blumenerde kann sowohl für Zimmerpflanzen als auch für Balkonpflanzen verwendet werden, nachdem du sie mit frischen Nährstoffen anreichert und sorgfältig aufbereitet hast.
Bei Zimmerpflanzen solltest du Perlit oder Kokosfaser untermischen, damit die Erde besser durchlüftet wird und strukturstabil bleibt.
Auf dem Balkon solltest du die aufbereitete Erde vor allem für robuste Pflanzen nutzen, wie Geranien oder Petunien.
Tipp für anspruchslose Pflanzen
Pflanzen wie Kräuter oder Salat haben einen geringen Nährstoffbedarf und können oft direkt in gesäuberte alte Blumenerde gesetzt werden – ohne zusätzliche Aufbereitung.
Welche Teile alter Blumenerde müssen entsorgt werden?
Erde von kranken Pflanzen (z. B. bei Schädlingsbefall) gehört in die Biotonne oder den Restmüll.
Stark durchwurzelte Erde eignet sich nur noch für den Komposthaufen.
Alte Blumenerde aus Balkonkästen ist oft stärker belastet und sollte sorgfältig überprüft werden.
Bildnachweis:
Geranien pflanzen, Bild von Gundula Vogel
Zimmerpflanzen umtopfen, Foto von feey
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