Liguster schneiden: Der perfekte Schnitt für eine gesunde Hecke

Erfahre, wann und wie du deine Ligusterhecke in Form bringst, ohne die Natur zu stören. Mit Tipps für Formschnitt, Erhaltungsschnitt und bienenfreundliche Blütenpflege. So wird dein Garten zum Paradies für Mensch und Tier!

Liguster ist ein echtes Multitalent im Garten – robust, pflegeleicht und ideal als Sichtschutz.
Liguster wächst bei richtiger Pflege sehr schnell, bis zu 40 cm pro Jahr. Das Wachstum erfolgt in zwei Schüben. Der erste ist im zeitigen Frühjahr, wenn der Liguster austreibt, der zweite im Frühsommer.
Damit sie ihre dichte Form behält, sollte sie regelmäßig geschnitten werden. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt? Wie unterscheiden sich Formschnitt und Verjüngungsschnitt? Und wie schneidet man Liguster, wenn man ihn blühen lassen möchte? Hier erfährst du alles, was du zum Thema "Ligusterhecke schneiden" wissen musst – inklusive Tipps zum naturschutzgerechten Schneiden.

Wann darf Liguster geschnitten werden?

Laut § 39 Abs. 5 des Bundesnaturschutzgesetzes ist ein radikaler Rückschnitt zwischen dem 1. März und 30. September verboten, um Brutvögel zu schützen. Ein schonender Pflegeschnitt ist jedoch erlaubt – vorausgesetzt, es befinden sich keine Vogelnester in der Hecke. Der ideale Zeitpunkt für den Hauptschnitt ist der Juni oder Ende August.

Schnittarten im Überblick

1. Formschnitt:
Für eine dichte und gleichmäßige Hecke sollte der Formschnitt mindestens zweimal jährlich erfolgen – idealerweise im Juni und August. Wichtig: Die Hecke sollte oben schmaler sein als unten, um Verkahlung zu vermeiden.

2. Aufbauschnitt: Die perfekte Hecke von Anfang an
Wenn du eine junge Ligusterhecke pflanzt, solltest du in den ersten Jahren einen Aufbauschnitt machen:

  • Erster Schnitt (nach dem Pflanzen): Die Triebe um etwa die Hälfte kürzen – das regt die Verzweigung an.

  • Jährlicher Schnitt: Die Hecke in den ersten 2–3 Jahren zweimal im Jahr schneiden, um eine dichte Struktur aufzubauen.

  • Formgebung: Ab einer Höhe von etwa 1 Meter kannst du auf den regelmäßigen Formschnitt umsteigen.

3. Erhaltungsschnitt:
Ältere Hecken benötigen nur einen jährlichen Erhaltungsschnitt, am besten nach der Brutzeit im Spätsommer. Dabei werden nur die neuen Triebe gekürzt, um die Vitalität der Pflanze zu erhalten.

4. Verjüngungsschnitt:
Ältere Ligusterhecken können durch einen radikalen Rückschnitt „auf den Stock“ verjüngt werden. Dies erfolgt am besten im Spätwinter vor März. Der Liguster treibt danach kräftig neu aus, benötigt aber Zeit, um wieder blickdicht zu werden.

Liguster schneiden und Blüten fördern

Wenn du die cremeweißen Blüten des Ligusters erhalten möchtest, – ein Highlight für Bienen – solltest du auf einen starken Rückschnitt verzichten. Kürze die Triebe nur leicht und lasse junge Austriebe stehen. So blüht der Liguster im und bietet Nektar für Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge.

Warum sind Ligusterblüten wichtig für Bienen?

Ligusterblüten sind eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten. Sie bieten reichlich Pollen und Nektar – besonders morgens zwischen 6 und 8 Uhr. Durch bienenfreundliches Schneiden kannst du aktiv zum Erhalt der Biodiversität beitragen.

Verkahlen verhindern

Um zu verhindern, dass Liguster nach dem Schneiden verkahlt, sind folgende Maßnahmen und Techniken entscheidend:

  1. Konische Schnittform (A-Form)
    Schneide die Hecke so, dass sie oben schmaler ist als unten. Diese Form sorgt dafür, dass alle Bereiche der Hecke ausreichend Licht erhalten, was das Wachstum im unteren Bereich fördert und Verkahlung verhindert.

  2. Regelmäßiger Schnitt
    Führe mindestens zwei Rückschnitte pro Jahr durch: einen im Frühjahr (Februar bis Juni) und einen im Spätsommer (August). So bleibt die Hecke dicht und gesund.
    Kürze dabei die neuen Triebe leicht, ohne tief ins alte Holz zu schneiden.

  3. Lichtzufuhr sicherstellen
    Entferne regelmäßig dichte Triebe im Inneren der Hecke (Auslichtungsschnitt). Dadurch gelangt mehr Licht in den unteren Bereich und verhindert, dass Blätter dort abgeworfen werden.

  4. Radikalschnitt bei Verkahlung
    Wenn die Hecke bereits verkahlt ist, hilft ein Rückschnitt „auf den Stock“. Dabei werden alle Triebe stark eingekürzt, sodass die Pflanze neu austreibt. Dies sollte im Spätwinter erfolgen.

  5. Standort und Pflege
    Achte darauf, dass die Hecke nicht zu dicht an anderen Pflanzen oder Gebäuden steht, um Schattenbildung zu vermeiden.
    Nach dem Rückschnitt sollte die Hecke ausreichend gedüngt (stickstoffhaltiger Dünger) und gewässert werden, um das Wachstum zu unterstützen.

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