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Glyzinie

Im Frühjahr bietet die Glyzinie, auch Wisteria oder Blauregen genannt, ein eindrucksvolles Schauspiel: ihre blauen traubenförmigen Blüten ergießen sich kaskadenartig über Hausfassaden und Pergolen.

Da die Glyzinie oder auch Blauregen genannt, sehr wachstumsfreudig ist, ergeben sich großartige Auftritte dieser Kletterpflanze zu ihrer Blütezeit ab April.

Der Blauregen ist eine robuste Pflanze, die wenig Pflege braucht und nicht von speziellen Schädlingen befallen wird. Ihre Blühfreudigkeit kann mit Superphosphat-Dünger im Frühjahr unterstützt werden. Stickstoffbetonte Dünger hingegen sollten fördern das Wachstum der Blätter. Wichtig ist allerdings der Rückschnitt der Pflanze, damit sie auch im nächsten Jahr mit ihren üppigen Blüten erfreut.

Schnitt

Glyzinien müssen regelmäßig, am besten einmal pro Jahr geschnitten werden, da sich die Blüten an den Kurztrieben, die von dem Haupttrieb abgehen, bilden. Daher sollten, vergleichbar mit den Schnittmaßnahmen an Weinreben, die Seitentriebe nach der Blüte im Juli oder August auf zwei bis vier Augen gekürzt werden. Unterlässt man den Rückschnitt wird sich ein dichter Blätterdschungel entwickeln, der unter Umständen auch als Sonnenschutz für Sitzplätze unter Pergolen wünschenswert ist.

Größe und Standort

Der Blauregen wächst sehr schnell. Je nach Sorte kann er Höhen von bis zu 10 Meter erreichen. Er gehört zu den sogenannten Würgern unter den Kletterpflanzen, das heißt er ist auf Rankhilfen angewiesen und kann sich nicht wie Efeu oder wilder Wein selbst an Hauswänden festhalten. Daher sollten Sie Blauregen nicht in die Nähe von Regenfallrohren pflanzen. Die Pflanze könnte die Regenrinne zerquetschen. Wer aber seine Regenrinne hinter der Blütenpracht dieser Kletterpflanze verbergen will, sollte halbrund geformte Gitter vor der Regenrinne anbringen, an denen sich die Pflanze festhalten kann. Und: da Glyzinien sehr groß und damit auch sehr schwer werden können, muss auf ein ausreichend stabiles Rankgerüst geachtet werden. Ansonsten liebt der Blauregen sonnige und warme Standorte.

Auswahl der richtigen Art und Pflanzen

Die Zahl der Sorten nimmt seit Jahren zu. Beispiele für die Vielfalt sind der Edelblauregen Wisteria floribunda Macrobotrys oder die chinesische Glyzinie Black Dragon, die purpur gefüllte Blüten hat. Auf aus Samen gezogenen Pflanzen sollte man verzichten, da diese auch erst nach acht bis 10 Jahren blühen. Besser ist es veredelte Pflanzen zu erwerben.

Namensherkunft

Ein Blick auf die blühende Pflanze genügt, um zu wissen woher die Pflanze ihren Namen hat: natürlich wegen ihrer herabhängenden blauen Blüten. Die Bezeichnung Glyzinie kommt vom griechischen Wort glykos für süß, da einige Glyzinien-Arten süß schmeckende Wurzelknollen haben. Aber eigentlich müsste der Name von dem betörenden süßen Duft stammen, den die Blüten verschwenderisch ausströmen.

**Vorsicht: Alle Teile des Blauregens sind giftig!

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KOMMENTARE (1)

LosTimeCatchers Schorsch u. Sara

Haben dieses Jahr ein paar Samen geschenkt bekommen und die erste Aussaht wächst schon. Jetzt überlegen wir, wo er hinkommt und freuen uns schon auf die duftenden Pflanzen.


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