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Bananenpflanze über Ableger vermehren - so gelingt es

Aus eins mach zwei – bei Bananenpflanzen geht das leicht, denn Bananenpflanzen bilden Ableger, die du leicht abnehmen kannst. Hier eine genaue Anleitung zum Bananenpflanzen Teilen.

Bananenpflanzen wachsen schnell und bringen tropisches Flair ins Haus und in den Garten. Denn die japanische Faserbanane (Musa basjoo) ist winterhart und kann auch bei uns den Winter überstehen. Allerdings haben Bananenpflanzen kein sehr langes Leben. Daher ist es sehr nützlich, dass Bananenpflanzen Ableger bilden, so dass du dir leicht Nachschub heranziehen kannst.

Wissenswertes über Bananenpflanzen

Die Japanische Faserbanane ist eine sehr beliebte Blattschmuckstaude, denn sie hat große, überhängende Blätter, wächst schnell und verbreitet tropisches Flair. Bananenpflanzen gehören zur Familie der Bananengewächse (Musaceae). Die Japanische Faserbanane stammt aus China und nicht aus Japan, wie der Name vermuten lässt.

Auch wenn Bananenpflanzen groß wie Bäume werden, sind sie doch Stauden. Der Stamm scheint nur einer zu sein, denn tatsächlich besteht er aus den Blattstielen der Bananenstaude. Im Herbst ziehen die Blätter ein, und die oberirdischen Pflanzenteile sterben über den Winter ab. Im Frühjahr treiben die Stauden neu aus und können zwischen drei bis vier Meter hoch werden. Die Pflanzen bilden Rhizome, aus denen Ableger, so genannte Kindel, wachsen. Bananenpflanzen können daher in wenigen Jahren zu stattlichen Pflanzen mit mehreren Stämmen heranwachsen. Allein die Blätter der Staude werden bis zu 100 bis 200 Zentimeter lang und 30 Zentimeter breit.

In der Regel bilden Bananenstauden nach drei bis fünf Jahren Blüten. Die großen Blüten sind von violetten Hüllblättern umgeben. Nur bei sehr warmen Temperaturen bilden sich aus den Blüten Früchte. Bei uns sind die Sommer zu kurz als dass sich Früchte bilden könnten. Nach der Blüte stirbt die Pflanze ab. Die Seitentriebe bleiben erhalten.

Im Herbst verfärben sich die Blätter der Bananenpflanzen braun. Bei Frost sterben die oberirdischen Pflanzenteile ab. Die unterirdischen Rhizome überdauern den Winter im Erdreich und treiben im Frühjahr neu aus.

Bananenstauden vermehren – eine Anleitung

Am einfachsten ist es, Bananenpflanzen über Ableger zu vermehren. Neben dem Hauptstamm wachsen kleine Ableger, so genannte Schößlinge oder Kindel.

Die Staude vermehrt sich über Rhizome, die sich laufend neu bilden. Diese kannst du abnehmen und neue Pflanzen gewinnen. Der richtige Zeitpunkt zum Abnehmen der Kindel ist zwischen April und Mai, bevor die Bananenpflanze neu austreibt. Hier die Anleitung.

  • Nimm die Pflanze aus dem Pflanztopf. Manchmal lässt sich der Wurzelballen nicht aus dem Topf ziehen, dann muss der Topf zerschnitten werden.

  • Schüttle die Erde so gut wie möglich ab.

  • Wähle einen Ableger aus, der mindestens zwei Blätter, besser vier und Wurzeln hat. Er sollte etwa zwei Drittel so groß sein wie die Mutterpflanze.

  • Schneide den Ableger mit einem scharfen Messer nahe am Stamm der Mutterpflanze ab. Wenn die Bananenpflanze im Beet wächst, schneide mit einem Messer rund um den Schößling und hebe ihn vorsichtig mit Wurzeln aus der Erde.

  • Lasse den Ableger einige Stunden liegen, bevor du ihn einpflanzt. Wenn die Schnittstellen etwas angetrocknet sind, reduziert das die Gefahr, dass die Schnittstelle in der feuchten Erde zu faulen beginnt.

  • Pflanze den Ableger in einen Pflanztopf. Dieser muss auf jeden Fall einen Wasserabfluss haben, denn Staunässe vertragen die Stauden nicht. Lege eine Tonscherbe über das Abflussloch und fülle gute Blumenerde oder Kübelpflanzenerde ein. Der Ableger sollte so hoch wie im alten Topf sitzen.

  • Gieße den Ableger gut an.

  • Setze die Mutterpflanze in frisches Substrat und gieße sie ebenfalls gut an.

Ableger der Bananenstaude richtig pflegen

Bananenstauden brauchen viel Wasser. Das kann für die Ableger problematisch werden, da sie über die Blätter Wasser verdunsten, aber noch zu wenige Wurzeln haben, um sich ausreichend versorgen zu können. Du kannst die kleine Bananenstaude beim Anwachsen folgendermaßen unterstützen.

  • Kürze die Blätter um die Hälfte

  • Stecke drei bis vier Stäbe in den Pflanztopf und bedecke den Ableger mit einer durchsichtigen Plastiktüte. Achte darauf, dass die Blätter die Folie nicht berühren.

  • Befestige die Plastiktüte mit einem Gummi am Pflanztopf.

  • Nimm die Plastiktüte jeden Tag zum Lüften ab.

Unter diesem kleinen, selbst gebastelten Zimmergewächshaus herrscht hohe Luftfeuchtigkeit und gleichmäßige Temperatur, so dass die kleine Bananenstaude gut anwachsen kann. Wenn der Ableger zu groß ist, um ihn mit einer Plastiktüte abzudecken, solltest du ihn täglich mit Wasser besprühen und von oben gießen. Achte auf einen warmen und geschützten Platz mit hoher Luftfeuchtigkeit.

Wenn die Pflanze neu austreibt, ist die Vermehrung gelungen. Du kannst die Bananenstaude in einen größeren Pflanztopf umtopfen und wie gewohnt pflegen.

Bananenstauden pflegen

Pflanze Bananenstauden in lockeres, durchlässiges Substrat. Im Kübel kannst du die Erde mit Kokoserde oder Tonkugeln vermischen und so auflockern. Wähle im Garten oder auf der Terrasse einen Platz einen hellen, halbschattigen Standort. Die pralle Mittagssonne sollte die Banane nicht abbekommen, da dort die Blätter zu schnell austrocknen würden. Die großen Wedel brauchen Platz. Zwei bis drei Meter sollten der Bananenstaude zur Verfügung stehen, damit sich die großen Blätter gut entfalten können. Der Platz sollte windgeschützt sein, damit der Wind die großen Blätter nicht zerreißen kann.

Bananenstauden wachsen sehr schnell. Das erklärt, warum sie viel Wasser und Nährstoffe brauchen. Gieße die Pflanze so, dass sie niemals ganz austrocknet An warmen Tagen kann es sein, dass Kübelpflanzen zwei Mal täglich gegossen werden müssen. Alle zwei Wochen solltest du Bananenstauden im Topf mit einem stickstoffhaltigen Dünger düngen.

Bananenstauden überwintern im Garten

Die Japanische Faserbanane ist die winterhärteste Art und kann auch im Garten überwintern. Wie bei Stauden üblich sterben über den Winter die oberirdischen Pflanzenteile ab und im Frühjahr treibt die Staude neu aus. Die Rhizome vertragen Temperaturen zwischen -10 und -20 Grad, während der Stamm bis zu -5 Grad aushält.

Die einfachste Art, eine Bananenpflanze im Garten zu überwintern ist, die Erde über dem Wurzelballen mit einer dicken Schicht Laub oder trockenen Strohs zu bedecken. In kalten Wintern wird der Stamm bis zum Boden abfrieren. Im Frühjahr treibt die Pflanze aus den Rhizomen neu aus.

Etwas aufwändiger wird es, wenn du versuchst, den Stamm der Bananenpflanze teilweise zu erhalten. Kürze ihn in etwa auf einen Meter Höhe und umgib ihn mit einem Ring aus Kaninchendraht oder Schilfmatte, den du mit Laub, Reisig oder Stroh füllst. Das Material solltest du nicht zu fest in den Hasendraht stopfen. Es ist wichtig, dass es etwas luftig ist, damit der Stamm nicht zu faulen beginnt. Im Frühjahr nach einem milden Winter wird die Bananenstaude wieder aus dem Stamm austreiben.

Bananenblätter verwenden

Auch wenn Bananenstauen in unseren Breiten in der Regel keine Früchte tragen, lassen sie sich, beziehungsweise ihre Blätter, in der Küche verwenden. Auf den Blättern kannst du Speisen anrichten oder auf ihnen Gerichte dämpfen.

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