MAGAZIN

Der grüne Garten

Als ich mit meinen Berichten aus Omas Garten anfing, wäre es mir niemals in den Sinn gekommen, auch die Schönheiten des Grüns im Garten zu beschreiben, denn ich nahm sie nicht wahr.

Blüten standen im Mittelpunkt, und mit ihren Farben gestaltete ich.

Seit einigen Jahren bemerke ich, dass ich im frühen Frühling die Vielfalt der Grüntöne der Blätter intensiver wahrnehme, schade drum, denke ich, dass sie nun so wenig gesehen werden, die Blüten lenken alle Aufmerksamkeit auf sich, und wie kann man Grün beschreiben?

In Irland werden shades of green, die Grüntöne besungen, die Inuit sollen Dutzende von Begriffen für die Farbe des Schnees kennen, mir fehlen meist die Worte, wenn ich die Schönheiten verschiedener Farbtöne beschreiben will. Wie wohltuend Grün sein kann fiel mir schon bei meinen Spaziergängen in meinem Garten nach Frosttagen auf. Dass von dieser Farbe auch im Sommer viel Ruhe und Kraft ausgeht, erfuhr ich in einem Garten in der Dordogne im Südwesten Frankreichs. Damit meine ich nicht die großen Anlagen mit ihren stets frisch und in allen möglichen Formen geschnittenen Buchshecken. Ich meine den grünen Garten, in dem wir die Urlaubstage verbracht haben, in ländlicher Stille, bei angenehmer Wärme, im Schatten einer Kastanie und in Gesellschaft der freundlichen Hunde des Hauses, die alle Labradoren unter ihren Vorfahren hatten.

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