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Ernte im Gemüsegarten - wann ist der richtige Zeitpunkt?

Viele Hobbygärtner stellen sich die Frage, wann die optimale Tageszeit für die Gemüseernte ist. Morgens oder abends?

Die meisten würden darauf erst einmal mit morgens antworten. Es gibt jedoch auch Argumente die dafürsprechen, das Gemüse erst nachmittags oder abends zu ernten. Was denn nun tatsächlich stimmt und welche Tageszeit wir Ihnen empfehlen können lesen Sie weiter unten!

Gemüseernte am Morgen

Der Grund, wieso viele Gartenbesitzer ihr Gemüse am Liebsten morgens ernten, ist eine einfache Tatsache: Alle Pflanzen verlieren über die Verdunstung im Laufe des Tages so einiges an Wasser. Dadurch nimmt der Druck des Zellsaftes in den Pflanzenzellen, auch Turgor genannt, ab. Das Gemüse wird dann weich und schlechter haltbar. Dies wird besonders an den heißen Sommertagen, wenn viele der Gemüsepflanzen erntereif sind, zum Problem.

Nitratgehalt im Gemüse morgens höher

Für die Gemüseernte am Nachmittag oder Abend spricht das Argument, dass die Nitratbelastung zu diesen Tageszeiten messbar niedriger ist. Die Pflanzen benötigen Sonnenlicht um den für die Eiweißbildung benötigten Nährstoff umzuwandeln. Wird das Gemüse also in den Morgenstunden geerntet enthalten die Tomaten, Gurken oder Zucchini noch das gesamte über die Nacht aufgenommene Nitrat. In den Abendstunden konnten die Pflanzen den ganzen Tag das Sonnenlicht nutzen, um das Nitrat wieder abzubauen.

Unsere Erntezeitpunkt-Empfehlung:

Soll das Gemüse kurz nach der Ernte verzehrt werden, ist es nicht schlimm es mittags oder abends aus dem Garten zu holen. Soll das Gemüse jedoch noch einige Tage aufbewahrt und gelagert werden, sollten Sie sich die Mühe machen und es vor der Wasserverdunstung ernten.

Kopfsalat und andere Blattgemüse werden nach einem Tag intensiver Sonneneinstrahlung oft schlaff und dann nicht mehr sehr appetitlich. Radieschen oder Rettich lassen sich dagegen auch nach einem heißen Sommertag noch abends ernten.

Schon im Voraus kann dafür gesorgt werden, dass der Nitratgehalt von Gemüse möglichst gering bleibt. Man sollte darauf Acht geben, dass man die Stickstoffdüngung auf ein für den Ertrag notwendiges Maß reduziert. Außerdem sollte man die Düngung vor der Erntephase rechtzeitig beenden und auf ausgeglichene Kulturbedingungen achten.

Behalten Sie diese Tipps in der Erntezeit im Hinterkopf, können Sie sich an leckeres und gesundes Gemüse aus dem eigenen Anbau erfreuen.

Übrigens: für den Mineralstoff- und Vitamingehalt ist nicht die Tageszeit, sondern der Reifegrad ausschlaggebend.

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