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5 Fehler, die fast alle beim Pflanzen von Bäumen und Sträuchern machen

Kennt Ihr Gartentipps von Eurer Großmutter? Einige dieser Gartenweisheiten beim Pflanzen von Bäumen und Sträuchern sind aber falsch. Das Gute daran: Nach den neuen Erkenntnissen kannst du viel Zeit und Mühe sparen!

Altes Gärtnerwissen ist viel wert, denn es beruht auf viel Erfahrung. Dennoch sind die Tipps der Großeltern nicht immer richtig, denn manche Gartenweisheiten wurden einfach immer weitergegeben, ohne sie zu überprüfen. Mittlerweile weiß man, dass sich ein paar Fehler eingeschlichen haben.

Und das solltest du beim Pflanzen von Bäumen und Sträuchern nicht tun:

1. Fehler: Grabe ein möglichst tiefes Pflanzloch

Kennt Ihr auch den schweißtreibenden Ratschlag, beim Pflanzen von Büschen ein Pflanzloch zu graben, das doppelt so tief ist wie der Wurzelballen? Die Arbeit des mühevollen Grabens solltest du dir künftig sparen. Denn die Wurzeln können sich leichter in fester Erde etablieren als in lockerem Erdreich. Außerdem sinkt der Wurzelballen nicht ab, wenn sich die neu aufgefüllte Erde setzt.

Mache künftig also dein Pflanzloch nur noch so tief, dass der Wurzelballen, wenn du ihn in das Pflanzloch steckst, etwa drei Zentimeter über dem Niveau der umgebenden Erde herausschaut. Wird der Wurzelballen nämlich mit Erde bedeckt, erhalten die Wurzeln weniger Wasser und die Belüftung des Wurzelballens wird behindert.

2. Fehler: Reichere das Pflanzloch mit Humus an

Das Anreichern mit Humus gab mir immer ein so gutes Gefühl: die frisch gesetzte Pflanze habe dann, so meine Auffassung, wirklich gute Bedingungen, um gut zu wachsen. Falsch, weiß man heute. Denn wenn die „alte“ Gartenerde in Kontakt mit dem Humus kommt, kann es dazu führen, dass die Entwässerung behindert wird. Du solltest daher Humus auf die Erde rund um den frisch gepflanzten Baum oder Strauch geben und nicht in das Pflanzloch.

3. Fehler: Um die neu gepflanzte Pflanze reichlich mulchen

Dieser Ratschlag ist weiterhin richtig, denn Mulchen sorgt für gleichmäßige Feuchtigkeit und verhindert das Wachsen von konkurrierenden Kräutern.

Wichtig ist aber das richtige Maß beim Mulchen zu beachten. Achte beim Mulchen daher darauf, dass das Mulchmaterial sich nicht rund um den Stamm anhäuft. Dann würde die Rinde nämlich immer feucht bleiben – dies käme einer Einladung an Krankheiten gleich. Halte also einen „Ring“ rund um den Stamm frei von Mulchmaterial.

4. Fehler: Frisch gepflanzte Bäume zurückschneiden

Meine gartenerfahrene Großmutter hielt mich immer dazu an, nach dem Umpflanzen von Bäumen und Sträuchern diese zurückzuschneiden. So würde den Pflanzen das Anwachsen erleichtert, da sie weniger Blätter zu versorgen hätten. Doch auch diese alte Gärtnerweisheit ist nicht richtig. Denn Bäume benötigen für ihr Wachstum Zucker und andere Kohlenhydrate, die von den Blättern produziert werden. Wenn du den Baum nun stark zurückschneidest, so hat er keine Möglichkeit, Nahrung für sich herzustellen. Statt also den Gartenneuling stark zurückzuschneiden, solltest du nur abgebrochene oder abgestorbenen Äste entfernen.

5. Fehler: Neu gepflanzte Bäume anbinden

Kennt Ihr auch den Ratschlag, neu gepflanzte Bäume an Pfähle zu binden? Mittlerweile geht man davon aus, dass dies den Bäumen nicht nützt, sondern vielmehr schadet. Denn wenn sich die Bäume im Wind bewegen, entwickeln sie starke Wurzeln, die dem Baum helfen sich zu stabilisieren. Also, spart Euch die Mühe und das Geld für Pfähle und helft Euren Bäumen damit auch noch, stark zu werden.

Ausnahme: Bäume sollten dann an Pfähle angebunden werden, wenn sie in sehr windigen Gegenden, an sehr abschüssigen Stellen oder voll belaubt gepflanzt werden.

Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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