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Kornelkirsche, Dirndlstrauch pflanzen, pflegen, ernten

Die Kornelkirsche ist nicht nur für den Naturgarten eine gute Wahl, sondern sieht in jedem Garten gut aus. Jetzt Tipps zum Pflanzen, Pflegen und Schneiden und zur Verwendung der Kornellen in der Küche lesen.

Im März öffnen sich die Blüten der Kornelkirsche . Die kleinen Blüten sitzen an Dolden und leuchten in einem fröhlichen Gelb. Der Kornelkirsche (Cornus mas) trägt aber nicht nur schöne Blüten, sondern auch leckere Früchte, die ein intensives Aroma haben und bei Mensch und Tier beliebt sind. Jetzt alles zum Pflanzen und Pflegen lesen.

Fakten zur Kornelkirsche

Die Kornelkirsche (Cornus mas) wird umgangssprachlich auch Herlitze, Dürlitze, Hirlnuss oder Tierlibaum genannt. In Österreich ist sie auch unter Dirndl, Dirndling, Dirndlstrauch bekannt. Der Strauch ist eine Hartriegelart und stammt aus der Familie der Hartriegelgewächse (Cornaceae). Ursprünglich stammt die Kornelkirsche aus dem Kaukasus und wanderte von dort nach Europa ein.

Die Kornelkirsche wächst meist mehrstämmig und kann eine Höhe von sechs bis acht Metern erreichen. Ältere Sträucher werden ebenso breit. Der Strauch ist sehr schnittverträglich, so dass er nicht nur als Solitär, sindern auch als Heckenpflanze verwendet werden kann. Die eiförmigen Blätter sind am Rand etwas gewellt und an der Unterseite heller als auf der Oberseute. Bevor der sommergrüne Strauch seine Blätter im Herbst abwirft, verfärben sie sich gelb bis rötlich. Ab März zeigen sich die vielen kleinen, helben Blüten noch vor dem Blattaustrieb. Die kleinen, gelben Blüten stehen in kugeligen Dolden zusammen. Ihre Blütezeit wird von den Bienen schon sehnsüchtig erwartet, die nach ohrem Winterschlaf sich auf die Suche nach Hahrung machen.

Die glänzenden Steinfrüchte werden, je nach Standort und Wetter, zwischen August und Oktober reif. Auch bei reifen Früchten ist der Zuckergehalt mit 15 Prozent recht niedrig, so dass sie immer etwas säuerlich schmecken.

Nachbarn für die Kornelkische

Aber auch wenn wir die Früchte den Tieren überlassen, ist die Kornelkirsche ein schöner Strauch und eine Zierde für den Garten. Die mit den gelben, filigranen Blüten übersäten Büsche - nur der Duft-Schneball und die Zaubernuss blühen früher im Jahr -, sehen im Frühling wunderschön aus. Da zu dieser Jahreszeit nur wenig andere Büsche und Bäume blühen, fallen die Blüten umso mehr auf. Doch nicht nur die Blüte im Frühling ist wunderschön. Auch im Herbst ist die Kornelkirsche wegen seiner roten Herbstfärbung eine Augenweide.

Kornelkirsche im Garten - Standort und Boden

Kornelkirschen sind sehr pflegeleichte und robuste Sträucher. Sie wachsen auf normalem und auf trockenem Standort und sonnigen und bis halbschattigen Standorten. Wenn Du allerdings die Früchte ernten willst, solltest Du den Strauch an einen sonnigen Platz pflanzen, damit die Früchte im Herbst gut ausreifen können. Wichtig ist ein durchlässiger Boden, bevorzugt etwas kalkhaltig.

Auch wenn Kornelkirschen tief wurzeln, so haben sie doch auch oberflächlich ein dichtes Wurzelsystem. Allerdings können sie sich gegen die Wurzelkonkurrenz anderer Sträucher schlecht durchsetzen. Daher sollten keine Büsche und Bäume mit starkem Wurzelwachstum in ihre Nähe gepflanzt werden, wie zum Beispiel Spitz-Ahorn oder Birke. Und noch twas vertragen Kornelkirschen nicht: Streusalz. Also solltest du sie besser nicht neben Wege oder Straßen pflanzen.

Kornelkirsche Pflege

Kornelkirschen sind sehr pflegeleichte und robuste Pflanzen für den Garten. Sie sind sehr trockentolerant, vertragen Hitze und Stürme gleichermaßen. Sie brauchen nicht viele Nährstoffe, so dass es ausreichend ist, sie im Frühjahr mit etwas Kompost zu düngen.

Früchte der Kornelkirsche: Kornellen

Die Früchte der Kornelkirsche, Kornellen genannt, sind rot, länglich und werden etwa zwei Zentimeter lang. Sie schmecken säuerlich und haben einen länglichen Kern. Geerntet werden die Früchte ab Mitte August bis Ende September.

Kornelkirsche für Bienen und Vögel

Die Kornelkirsche (botanisch Cornus Mas) sieht aber nicht nur schön aus, sondern ist auch nützlich. Das würde zumindest die heimische Tierwelt behaupten. Da die Kornelkirsche so früh blüht, ist sie eine wichtige Bienenweide. Im Herbst freuen sich Eichelhäher, Dompfaff, Kernbeißer, Kleiber und andere Vögel über die Früchte. Aber nicht nur Tiere mögen die kleinen, roten Früchte. Die Kornellen, wie die Früchte genannt werden, werden in letzter Zeit auch als sehr gesundes Wildobst entdeckt.

Kornellen ernten

Da die Kornelkirschen nicht allzu groß werden und tief hängende Äste haben, kannst Du die Früchte relativ leicht ernten. Erst wenn die Kornellen überreif solltest Du sie pflücken, da sie dann süßer schmecken und sich auch der Stein leichter vom Fruchtfleisch lösen lässt. Den Zeitpunkt, wann die Früchte reif sind, erkennst Du daran, dass die Früchte eine dunkelrote Farbe haben, etwas glasig aussehen und Fruchtsaft bei leichtem Druck auf die Früchte austritt.

Mit dieser Methode kannst Du die kleinen Früchte am einfachsten ernten: Schüttle den Strauch oder schlage mit einer Stange gegen die Äste. Die reifen Früchte lösen sich und fallen ab. Um dir das Aufsammeln zu erleichtern, kannst Du ein altes Laken unter den Strauch legen.

Früchte, die noch nicht ganz reif sind, kannst du zum Beispiel auf einem Backblech nebeneinander ausbreiten und dann nachreifen lassen. Sehr lange sind die Früchte aber nicht haltbar.

Kornellen in der Küche verwenden

Die Früchte der Kornelkirschen lassen sich verwenden, wenn sie entweder kurz vor der Reife sind oder schon reif sind. Je nach Reifegrad werden sie unterschiedlich in der Küche verwendet.

Früchte, die noch nicht ganz reif sind, erkennst Du an der rot-grünen Färbung und am säuerlichen Geschmack. Aus ihnen lassen sich „falsche Oliven“ herstellen, indem Du sie aufkochst und dann mit Essig und Kräutern einlegst. Die Kerne bleiben bei der Zubereitung der „falschen Oliven“ in den Früchten - ein großer Vorteil, da sie sich aus den noch nicht ganz reifen Früchten nur schwer entfernen lassen.

Reife, dunkelrote Früchte lassen sich roh verzehren, zu Fruchtmus, Marmelade, Sirup, Wein oder Likör verarbeiten. Eingekocht können sie Preiselbeeren ersetzen. Du erkennst reife Früchte daran, dass sie leicht glasig aussehen und ein roter Fruchtsaft austritt, wenn Du auf sie drückst. Das Entfernen der Steine ist etwas mühsam. Am besten verwendest Du einen Olivenentkerner oder Du kochst die Früchte mit Kernen und streichst sie dann durch ein Sieb.

Sorten der Kornelkirsche

Es gibt eine Reihe von Zuchtformen der Kornelkirsche, wie zum Beispiel die Sorte „Elegantissima“ mit mehrfarbigen, teils gelb- oder rosa gerandeten oder ganz gelben Blättern. Wer Früchte ernten will, kann sich zum Beispiel für die stark wachsende Sorte „Jolico“ mit großen Früchten und hohem Anteil an Zucker und Vitamin C entscheiden.


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