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Zaubernuss

Mit ihren zarten, fadenförmigen Blüten in Gelb oder Orange bringt die Zaubernuss mitten im Winter einen Hauch Frühling. Wir geben Tipps zum Pflanzen, Pflegen und zum Schneiden.

Bereits an schönen Tagen im Januar öffnet die Zaubernuss, oder botanisch Hamamelis, ihre zarten gelben oder orangefarbenen Blüten – ein zauberhafter Beginn des neuen Gartenjahres.

Standort und Pflege für Hamamelis

Auch, oder gerade weil die Zaubernuss im Winter blüht, wünscht sie sich einen sonnigen Standort. Mit lichtem Schatten können sie sich gerade noch anfreunden, dann wird sie aber langsamer wachsen und weniger Blüten hervorbringen. Wichtig ist es, den Strauch auch vor Zugwind zu schützen. Ideal ist daher ein Platz an einer Hauswand oder in der Nähe einer Hecke. Die Hamamelis schätzen einen lockeren, nährstoffreichen Boden, der niemals austrocknen sollte. Eine Mulchschicht aus Rindenmulch ist daher sehr empfehlenswert. Auch etwas Humus im Frühjahr ist vor allem bei nährstoffarmen Böden sehr zu empfehlen.

Die Zaubernuss hasst es, verpflanzt zu werden und will an einem neuen Standort nur unwillig anwachsen. Wähle daher den Standort mit Bedacht, um ein späteres Verpflanzen zu vermeiden. Ein Standort nahe am Haus bietet der Pflanze Schutz und Euch einen guten Blick auf das winterliche Blütenwunder! Achtet bei der Wahl des Standorts aber auch auf die zu erwartende Größe der Zaubernuss. Der Strauch kann eine Breite von bis zu fünf Metern erreichen.

Einkuscheln bei Kälte

Aber auch wenn die Zaubernuss problemlos tiefe Minusgrade verträgt, so schätzt sie doch schönes Wetter. Bei Schnee oder Kälte überrascht sie mit einer Fähigkeit, die wir allen Frühlingsboten gönnen würden, die sich zu früh aus Erde oder Knospe gewagt haben: Sie rollt ihre Blütenblätter einzeln ein, als wollten sie sich nochmals dicht zusammenkuscheln. Erst wenn das Wetter besser wird, öffnen sie sich wieder. Dies können die ersten Sonnenanbeter des Jahres einige Male wiederholen, bevor sie schließlich verblühen.

Häufigste Arten

Zwei Arten dieses Strauches finden sich in unseren Gärten am häufigsten. Die Chinesische und die Japanische Zaubernuss, Hamamelis japonica. Die chinesische Zaubernuss, Hamamelis mollis, ist insgesamt etwas kräftiger als ihre Kollegin: Ihre Blütenblätter sind größer und leuchten in einem schönen Goldgelb. Auch ihr Laub färbt sich im Herbst gelb. Sie erreicht eine Höhe und Breite von jeweils fünf Metern.

Die japanische Zaubernuss oder Hamamelis japonica hat zarte Blüten, die innen rötlich leuchten. Im Herbst leuchten die Blätter leuchtend rot. Sie erreicht eine Höhe von zwei bis drei Metern.

Diese asiatischen Arten der Zaubernuss blühen bereits Ende Dezember bzw. Anfang Januar ihre Blüten und blühen bis in den März. Durch Züchtungen sind Pflanzen mit schönen Blütenfarben und intensiver Herbstfärbung entstanden.  

Begleiter für die Zaubernuss

In ausreichendem Abstand zu einer Hecke gepflanzt genießt die Zaubernuss Windschutz und ihre Blüten kommen – gerade bei einer immergrünen Hecke – besser zur Geltung. Wichtig ist aber der Abstand zu anderen Gehölzen, da die langsam wachsenden Hamamelis mit Konkurrenz im Wurzelbereich schlecht zu Recht kommen. Erst nach dem Einwachsen können flach wurzelnde Bodendecker, wie zum Beispiel das Kleine Immergrün (Vinca Minor) gepflanzt werden. Schön anzusehen und ohne störende tiefe Wurzeln sind auch kleine Frühlingsblüher, wie zum Beispiel Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) oder Traubenhyazinthen (Muscari botryoides).

Heilsame Zaubernuss

Die Zaubernuss hat noch weitere zauberhafte Fähigkeiten, nämlich ihre heilsame Wirkung. Ihre Blätter und Rinde enthalten Gerbstoffe, die entzündungshemmend und adstringierend wirken. Hamamelis-Präparate werden gegen Entzündungen der Haut und der Schleimhäute, bei leichten Verletzungen, gegen Hämorrhoiden und Krampfadern eingesetzt.

Zaubernuss oder Haselnuss?

Es bestehen keine verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen der Zauber- und der Haselnuss, auch wenn sie sich im Sommer vom Blatt und vom Wuchs zum Verwechseln ähnlich sehen. Nicht umsonst wird die Zaubernuss in England „Witch Hazel“ – „Hexenhasel“ genannt. Doch im Winter wird die Zaubernuss mit ihren außergewöhnlichen Blütenblättern wie verzaubert.

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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