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Hohler Lerchensporn - richtig pflanzen, pflegen & vermehren

Wir erklären, wo Lerchensporne wachsen, wie du ihn am besten pflanzen und pflegen kannst und beantworten die Frage, ob Lerchensporn giftig ist.

Mit seinen leicht duftenden weißen, rosafarbenen und violetten Blüten ist der Hohle Lerchensporn (Corydalis cava) eine echte Augenweide im Garten.

Kaum klopft das Frühjahr an die Tür, ist der Hohle Lerchensporn eine der ersten Pflanzen, die nach dem langen Winter ihr Gesicht zeigen. Die robuste, pflegeleichte Staude vermehrt sich rasch zu einem blütenreichen Teppich im Garten. Auch wenn der Lerchensporn eine lange Tradition als Arzneipflanze hat, ist zu bedenken, dass die einzelnen Pflanzenbestandteile schwach bis stark giftig sind.

Hohler Lerchensporn: Botanischer Steckbrief

Der Lerchensporn (Corydalis) ist eine Gattung aus der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae). Zu ihr gehören zwischen 300 und 400 verschiedene Lerchenspornarten, die sich in knollenbildende und staudenartige Gewächse unterteilen lassen. Eine hierzulande bekannte Art aus der Gattung ist der sogenannte Hohle Lerchensporn (Corydalis cava) - der Zusatz “hohl” spielt hier auf die hohle Knolle an, aus der die Pflanze wächst, weshalb er auch unter dem Namen Hohlknolliger Lerchensporn bekannt ist.

Die Gattung der Lerchensporne - die Bezeichnung Lerchensporne selbst spielt auf den langen Sporn der Blüten an - kommt sowohl in den gemäßigten Zonen Europas, Amerikas und Asiens als auch zum Teil in Südafrika vor. Das natürliche Verbreitungsgebiet des Hohlen Lerchensporns deckt sich zum Großteil mit dem der Buche und erstreckt sich folglich über weite Teile Mitteleuropas. Mittlerweile ist er aber auch in England, Dänemark und Schweden in freier Wildbahn zu finden. Eine weitere in Deutschland bekannte Art ist der sogenannte Gefingerte Lerchensporn (Corydalis solida).

Beim Hohlen Lerchensporn handelt es sich um eine teppichartig wachsende, bis zu 30 Zentimeter hohe Staude. Die einzelnen Triebe wachsen aufrecht nach oben und sind unverzweigt. An ihnen sitzen immer in Zweizahl stehende, langstielige Blätter, die mehrere eingeschnittene, jeweils dreiteilige Abschnitte haben.

Während der Blütezeit im Frühjahr (Beginn zwischen März und Anfang April) zieren leicht duftende, traubenartig angeordnete Blüten die Corydalis cava. Diese sind entweder violett, rosarot oder weiß.

Ist Hohler Lerchensporn giftig?

So gut wie alle Pflanzenteile des Hohlen Lerchensporns sind, wenn auch nur schwach, giftig. Eine Ausnahme stellt hier die Knolle der Pflanze dar, welche als stark giftig eingestuft wird.

Standort und Boden: Wo wächst Hohler Lerchensporn?

Hohler Lerchensporn gedeiht am besten an halbschattigen bis schattigen Standorten. Damit sich die Pflanze wohl fühlt, braucht es einen feuchten, gut durchlässigen Boden, der idealerweise humos, nährstoffreich sowie lehm- und kalkhaltig sein sollte.

Hohlen Lerchensporn pflanzen und pflegen

Corydalis cava kann entweder in einen Topf oder direkt ins Gartenbeet gepflanzt werden - erhältlich ist der Lerchensporn entweder als vorkultivierte Pflanze im Topf oder als Knolle. Wichtig hierbei ist nur, einen Pflanzabstand von etwa 20 Zentimetern einzuhalten. Auch wenn das Pflanzen grundsätzlich zu jedem Zeitpunkt zwischen Frühjahr und Herbst möglich ist, erweist sich der Herbst meist als günstigster Pflanzzeitpunkt.

Mit den richtigen Standortbedingungen ist der Hohle Lärchensporn äußerst pflegeleicht – achte immer darauf, dass der Boden ausreichend feucht ist. Wer die wuchsfreudige Staude daran hindern möchte, sich weiter im Garten auszubreiten, sollte allerdings darauf achten, die Blüten rechtzeitig zu entfernen, damit die reifen Samen nicht in die Erde gelangen oder von Ameisen im ganzen Garten verteilt werden.

Corydalis cava vermehren

Wie bereits gesagt, vermehrt sich der Hohle Lerchensporn auch ohne menschliches Zutun im Garten. Wer die Pflanze jedoch gezielt vermehren und das neue Exemplare an einen neuen Standort verpflanzen will, der gräbt dazu am besten im Spätsommer oder Frühherbst die Knolle aus und trennt die bei älteren Exemplaren ausgebildete Tochterknolle ab. Alternativ können reife Samen der Pflanze gesammelt und eingepflanzt werden - hier beachten, dass Lerchensporne als Kaltkeimer eine mehrwöchige Kälteperiode brauchen, um überhaupt zu keimen.

Hohler Lerchensporn: Krankheiten und Schädlinge

Die einzigen Schädlinge, die dem Hohlen Lerchensporn etwas anhaben können, sind Schnecken. Ansonsten ist der Lerchensporn eine sehr robuste Pflanze.

Bildnachweis:

Fotos von Hans Braxmeier


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