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Pflanzkübel für den Garten

Beton, Holz, Kunststoff, Metall - Pflanzgefäße gibt es in vielen Ausführungen. Hier mehr über Vor- und Nachteile verschiedener Materialien sowie deren Einsatzmöglichkeiten.

Mittlerweile werden Pflanzgefäße für Garten und Terrasse in so viel verschiedenen Materialien, Formen und Qualitäten angeboten, so dass sich für jeden Garten der passende Topf findet. Pflanzgefäße prägen aber nicht nur den Stil des Gartens, Balkons oder der Terrasse, sondern müssen auch funktional sein. Daher solltet Ihr Euch vor einem Kauf über diese Punkte Gedanken machen:

  • Standort: Wird der Pflanzcontainer das ganze Jahr im Freien stehen oder wird die Pflanze samt Kübel im Winter ins Haus geholt? In diesem Fall muss der Kübel frostsicher? Wenn die die Pflanzkübel nicht geschützt in einer Ecke stehen, sondern auch mal einen Schubs vom Rasenmäher aushalten müssen, solltest du ein Material wählen, das robust und hart im Nehmen ist.

  • Stil: Wie ist der Stil des Gartens? Modern, kühl, geradlinig, natürlich, wild oder rustikal? Daran sollte sich auch der Stil des Pflanzgefäßes orientieren.

  • Funktion: Welche Funktion sollen die Pflanzkübel erfüllen? Sollen sie Sichtschutz gewähren oder zum Beispiel die Terrasse von anderen Gartenbereichen abtrennen? Dann sind hohe, schmale Pflanzgefäße geeignet. An Toreinfahrten oder an der Haustür sehen hohe, schlanke Pflanzgefäße sehr dekorativ aus und benötigen nicht so viel Platz.

  • Farbe: Beliebte Farben sind gedeckte Farben, wie Schwarz, Weiß oder Anthrazit beliebt, da sie sich harmonisch in nahezu jede Gartensituation einfügen. Pflanzgefäße aus Naturmaterialien, wie Holz, Ton oder Wasserhyazinthe, wirken natürlicher. Prinzipiell gilt, dass bei einer zurückhaltenden Farbe der Bepflanzung mehr Beachtung geschenkt wird.

  • Gewicht: Müssen die Pflanzkübel ab und an bewegt werden? Dann spielt das Gewicht eine große Rolle.

Ausstattung: Damit Pflanzen gut wachsen können, ist es erforderlich, dass überschüssiges Wasser abfließen kann. Pflanzkübel für draußen müssen daher entweder ein Abflussloch haben oder mit einer integrierten Abflusseinrichtung ausgestattet sein.

Wenn du nun weißt, welche Anforderungen deine Pflanzküber erfüllen müssen, kannst du dich an die Auswahl des geeigneten Materials machen.

Kleine Materialkunde

  • Ton- und Terracotta Terracotta-Töpfe sind bei Freunden mediterraner Gärten sehr beliebt. Das natürliche Material und der warme Farbton sehen sehr attraktiv aus, haben allerdings einige Nachteile. Pflanzen, die direkt in Tontöpfe gepflanzt werden, trocknen schneller aus, weil Wasser über den Ton verdunsten kann und der Ton auch selbst Wasser zieht. Viele Terracotta-Gefäße sind auch nicht frostfest. Es ist wichtig, sie über den Winter auf „Füße“ zu stellen, damit das Wasser gut abfließen kann. Es gibt allerdings auch frostsichere Töpfe aus Terracotta. Diese sind zwar teurer, dennoch kann sich diese Investition lohnen. Da Terracotta-Töpfe sehr schwer sind, ist es besser, wenn sie nicht bewegt werden müssen. Ein Vorteil des hohen Gewichts ist, dass sie sich nicht von Stürmen umwerfen lassen. Im Lauf der Jahre setzen Terracotta-Töpfe eine gewisse Patina an. Wem dies nicht gefällt, muss die Gefäße regelmäßig reinigen. Ein Anstrich mit schützendem Öl schützt die Töpfe davor, dass sich zu schnell neuer Belag bildet.

  • Holz Holz ist ein sehr schönes, natürliches Material für den Garten. In einem Holzkübel fühlen sich Pflanzen auch richtig wohl, denn in ihm herrschen ideale Bedingungen für Pflanzenwurzeln. Die Temperatur und die Feuchtigkeit werden gut reguliert, vor allem im Winter schützt Holz recht gut vor Kälte. Holzcontainer sind allerdings sehr schwer, so dass sie sich schwer verrücken lassen. Außerdem wird im Lauf der Zeit das Holz grau. Wer den schönen, warmen Farbton des Holzes erhalten will, muss die Kübel regelmäßig streichen oder ölen. Da Holz bekanntlich verrottet, solltest du Pflanzkübel aus Holz nur als Übertopf verwenden oder sie innen mit Folie auskleiden. Widerstandsfähige Holzsorten sind zum Beispiel Eiche, Akazie oder Robinie.

  • Kunststoff Pflanzkübel aus Kunststoff werden immer beliebter. Warum dies so ist, lässt sich schon bei einem flüchtigen Blick auf das vielfältige Angebot erkennen. Pflanzkübel aus Kunststoff sind in der Regel günstig, witterungsbeständig, frostsicher und in den verschiedensten Farben und Formen erhältlich. Da es aber viele unterschiedliche Formen von Kunststoffen gibt, lohnt sich ein genauerer Blick vor dem Kauf.

  • PE-Kunststoff Pflanzgefäße aus Polyethylen (PE), die im Rotationsverfahren hergestellt werden, sind formstabil und nahe unverwüstlich. Rotationsverfahren bedeutet, dass Kunststoffpuder in Rotationsformen erhitzt wird, so dass sich der Kunststoff gleichmäßig verläuft. Nach dem Schleudern des flüssigen Polyethylens in der Form kühlt das Material langsam aus. Da die Pflanzgefäße innen hohl sind, sind sie sehr leicht. Im Gegensatz zu Produkten aus Spritzguss sind diese Kübel so stabil, dass von ihnen nichts absplittert. Pflanzkübel aus Polyethylen sind frostfest, wasserdicht, elastisch und unzertrennlich. Übrigens: Beleuchtete Pflanzkübel werden meistens aus Polyethylen gefertigt.

  • PP-Kunststoff PP oder Polypropylen ist ein robuster Kunststoff, der unter anderen auch im Fahrzeug- und Maschinenbau verwendet wird – ein klares Indiz, dass es sich hier um einen sehr robusten Kunststoff handelt. Pflanzgefäße aus PP sind langlebig, UV-stabil, sehr leicht, frostsicher und müssen nicht gepflegt werden.

  • Polyrattan Das beliebte natürliche Flechtmaterial Rattan von der Rotangpalme ist nicht witterungsbeständig und daher für den Außenbereich nicht geeignet. Als Alternative werden Pflanzkübel aus dem industriell gefertigten Flechtmaterial Polyrattan angeboten, das dem natürlichen Rattan ähnelt. Die künstlichen Fasern werden aus Polyethylen hergestellt. Pflanzkübel aus Polyrattan sind leicht, frostfest, wasserfest, und lange Zeit UV-stabil.

  • Fiberglas Fiberglas besteht aus dem Kunstharz Polyresin, das bei der Herstellung mit Glasfasern verstärkt wird. Dieser Faser-Kunststoff-Verbund wird viel im Fahrzeug-, Schiffs- und Flugzeugbau oder in der Bauwirtschaft verwendet. Pflanzgefäße aus Fiberglas sind relativ leicht, stabil und gegenüber Temperaturschwankungen unempfindlich. Sie haben ein hervorragendes Korrisionsverhalten, das sie zum idealen Gefäß für den Außenbereich macht. Da zur Herstellung aber viel Handarbeit erforderlich ist, sind Pflanzkübel aus Fiberglas allerdings relativ teuer. Auch sind sie schwerer als Pflanzkübel aus PP-Kunststoff. Ein Vorteil bei Sturm, ein Nachteil, wenn sie bewegt werden müssen. Pflanzkübel aus Fiberglas werden auch mit Gesteinszusatz angeboten. Dies verleiht den Pflanzgefäßen ein natürliches Aussehen, so dass sie von Pflanzgefäßen aus Stein, Ton, Beton oder Terracotta oft nur schwer zu unterscheiden sind. Nachteil ist allerdings, dass die Frostsicherheit bei Gesteinszusätzen nicht mehr gewährleistet ist. Die Gesteine könnten sich mit Wasser vollsaugen und bei Frost platzen.

  • Metall Metall wird immer beliebter. Pflanzkübel aus Metall sind frostsicher und lassen die Erde nicht so leicht austrocknen. Allerdings heizt sich Metall im Sommer schnell auf und wird sehr kalt im Winter.

  • Zink Pflanzgefäße aus Zink sind sehr beliebt und vergleichsweise preiswert. Sie bestehen aus unverzinktem Stahlblech, das pulverbeschichtet wird. Lackierte Pflanzgefäße sollten nicht im Außenbereich eingesetzt werden. Pflanzgefäße aus Zink werden in unterschiedlichen Qualitäten angeboten. Achte auf gleichmäßige Nähte, da man von ihnen auf eine gute Verarbeitung schließen kann. Pflanzkübel aus Zink sind rostfrei, pflegleicht, stabil und leicht.

  • Cortenstahl Pflanzkübel mit Rosteffekt sind groß in Mode. Ihre warme „Rostfarbe“ harmoniert gut mit den Farben des Gartens und gibt jedem Garten zugleich einen modernen Touch. Auch wenn die Oberfläche von Cortenstahl rostet, wird ein Durchrosten durch eine so genannte Sperrschicht verhindert. Pflanzkübel aus Cortenstahl sind robust, winterhart und langlebig.

  • Beton Beton ist richtig in. Seine Attraktivität beruht auf dem spannenden Gegensatz des Industrie-Looks des Kübels zur Bepflanzung. Zudem ist das Grau des Betons zurückhaltend und überlässt den Pflanzen den großen Auftritt. Beton ist allerdings ein sehr schweres Material, so dass die Pflanzgefäße sich nur sehr mühsam bewegen lassen. Neben Beton werden auch Pflanzkübel aus Fiberzement angeboten. Dabei werden in die Betonmischung noch Fiberglasfasern gegeben. Dadurch wird das Gewicht reduziert und dir Druck- und Zugfestigkeit erhöht. Alle diese Pflanzgefäße sind frostsicher und sehr gut für den Garten geeignet.

Andere Pflanzgefäße

Neben diesen gekauften Pflanzgefäßen kannst du Pflanzen auch in viele andere Gefäße pflanzen. Ganz im Shabby-Chic-Look sind alte Zinkwannen. Aber auch ausgediente Krüge, Töpfe oder Fässer können Pflanzen als Pflanzgefäß dienen. Einfach ausprobieren und kreativ sein!

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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