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Sommerblume für Nachtschwärmer: die Nachtkerze

Die Nachtkerze (Oenothera ) ist die ideale Pflanze für die Nachtschwärmer unter Gartenfreunden. Erst am späten Nachmittag öffnet sie ihre gelben Blüten vollständig und verströmt ihren intensiven, süßen Duft.

Klar, dass die Blüten vor allem durch nachtaktive Insekten bestäubt werden. Eine Nachtfalterart trägt sogar ihren Namen nach dieser Pflanze: der Nachtkerzenschwärmer.

Blüten

Spannend ist das Öffnen der Blüten: Innerhalb weniger Minuten entfalten sich die Blüten in einer fließenden Bewegung. In Mitteleuropa gibt es keine andere Pflanze, die ihre Blüten so schnell öffnet! Wer dieses Schauspiel beobachten möchte, muss aber seine Nachtkerze am späten Nachmittag gut beobachten: Der genaue Zeitpunkt, wann sich die Blüte öffnet, ist von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Sonnenstand abhängig.

Jede einzelne Blüte blüht nur kurz. Meistens sind sie bis zum nächsten Mittag, spätestens bis zum zweiten Morgen verblüht. Dennoch kann man die großen, gelben Blüten den ganzen Sommer beobachten. Viele Blüten sitzen an einem langen Blütenstängel wie an einer langen Ähre. Nacheinander öffnen sich die Blüten von unten nach oben, so dass immer gelbe Farbtupfer zu bewundern sind. Insgesamt ist die Blütezeit der Nachtkerzen von Juni bis September.

Pflege der Nachtkerzen

Über die Pflege der nachtaktiven Gartenpflanze muss man sich keine großen Gedanken machen. Sie wächst nicht nur in Gärten, sondern auf Weg- und Straßenböschungen, auf sandigen Plätzen, in Steinbrüchen oder auf Bahndämmen. Ihr seht, die Nachtkerze stellt keine Ansprüche. Die zweijährigen Pflanzen blühen erst im zweiten Jahr. Im ersten Jahr wachsen ihre Blätter in einer flachen Rosette am Boden. Nach der Blüte entwickeln sie längliche, bis zu drei Zentimeter lange Kapseln als Früchte. In ihnen finden bis zu 300 Samen Platz, die, nachdem der Stängel vertrocknet ist, vom Wind weitergetragen werden.

Nachtkerzen als Arzneipflanzen

Ursprünglich wurde die Nachtkerze als Salatpflanze nach Europa gebracht. Ihre Wurzel wurde früher als Gemüse gekocht oder in Fleischbrühe gekocht. In den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts entdeckte man, dass die die Samen einen hohen Anteil an Gamma-Linolsäure enthalten. Seither wird aus den reifen Samen der Nachtkerze Öl gewonnen, welches sehr reich an ungesättigten Fettsäuren ist. Anwendungsgebiete sind zum Beispiel entzündete Haut, entzündliche Magen-Darm Beschwerden, allergische Reaktionen, asthmatische Beschwerden, Stärkung des Immunsystems und Menstruationsbeschwerden.

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