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Rasen pflegen

Wird dein Rasen im Sommer auch oft braun oder leidet unter starker Belastung? Hier erhältst du die wichtigsten Tipps zur Pflege, zum Gießen, Mähen, Düngen und zum Saatgut für einen grünen Rasen den ganzen Sommer über.

Der Rasen im Garten wird täglich mit den Füßen getreten und soll dabei auch noch immer schön grün aussehen. Damit das besser gelingt, hier ein Überblick, was ein gepflegter Rasen wirklich braucht.

Rasen - was ist das eigentlich?

Was ist eigentlich Rasen? Rasen sind schlicht Gräser, die mit Ausläufern und Wurzeln miteinander verbunden sind. Rasen wird durch regelmäßiges Mähen kurz gehalten – normalerweise auf einer Höhe von vier bis acht cm.

Rasen heißt aber auch Monokultur. Halm steht an Halm. Gänseblümchen, Löwenzahn und andere Wildkräuter gelten als Unkraut und werden mit Herbiziden oder dem alten Küchenmesser verfolgt. Das gute Argument für die grüne Fläche ist: zwei Quadratmeter Rasen decken den täglichen Sauerstoffbedarf eines Menschen. Das schlechte Argument: Eine Rasenfläche hat die schlechten Begleiterscheinungen einer jeden Monokultur, denn Krankheiten und Pilze finden die besten Voraussetzungen zum Gedeihen.

Richtig Rasen mähen

  • Der richtige Schnitt Rasen Mähen klingt nach Arbeit, und das ist es auch. Schon die Wahl des richtigen Mähers ist für Rasenfreaks ein aufwändiges Problem. Doch ob Benzin- oder Motormäher, wichtig ist der richtige Schnitt. Und der sollte sauber mit scharfen Klingen erfolgen. Stumpfe Messer hinterlassen ausgefranste Rasenspitzen, das Einfalltor für die gefürchtete „Rotspitzigkeit“, die die grünen Halme absterben lässt.

  • Höhe des Rasens Liebhaber kurzer Rasenteppiche müssen in den Sommermonaten mit braunen Rasenstoppeln rechnen. Denn Rasen reagiert empfindlich auf starke Sonneneinstrahlung. Bester Lichtschutz sind höhere Halme. Also, im Sommer den Mäher höher stellen!

  • Wie oft mähen? Und ach, der Rasenmäher ist der Staubsauger des Gartens, zumindest was den Aufwand betrifft. Einmal die Woche muss man schon über den grünen Teppich fahren, wenn er ordentlich aussehen soll. Damit er auch sauber bleibt, gehört das Schnittgut in den Rasenfangkorb. Denn Schnittgut lässt die Wildkräuter gedeihen, fördert Verfilzung und Moosbildung.

  • Gießen und Düngen Der Rasen ist gefräßig. Mindestens drei Mal im Jahr fordert er zusätzliches Futter in Form von Langzeitdünger, auf jeden Fall im Frühjahr und im Herbst. Und: der Rasen ist ein Säufer. Sein sattes Grün bietet er während der Sommermonate nur im Tausch von regelmäßigen drei bis vier Litern Wasser pro Quadratmeter. Wer an Wasser sparen will, muss sich in den Sommermonaten mit grün-grauen Halmen begnügen. Wer sich fürs Gießen des Rasens entscheidet, sollte lieber seltener, dafür durchdringend gießen. Tägliches kurzes Wässern verhindert, dass die Gräser lange Wurzeln bilden, und macht sie so anfälliger für Trockenperioden.

  • Welchen Rasen anlegen? Rasen ist nicht gleich Rasen. Je nach Verwendungszweck werden Grassamen in entsprechenden „Rasen-Saatgut-Mischungen“(RSM) angeboten. Die Rasenmischungen werden in bestimmten DIN Normen angeboten und müssen entsprechende Qualitätsmerkmale erfüllen. Ob die Rasenmischungen die Qualitätsmerkmale erfüllen, wird von unabhängigen Labors getestet, so dass die Rasenmischung tatsächlich für den jeweiligen Zweck geeignet ist. In den meisten Gärten wächst der Gebrauchsrasen, eine relativ unempfindliche Rasenmischung, die auch so manchen Tritt aushält. Wer den Rasen häufiger als Fußballplatz nutzt, ist wohl mit einer Sportrasenmischung besser beraten.

Noch ein Hinweis: die billigen Rasenmischungen halten in der Regel nicht das, was sie versprechen. Oft sind darin Grassorten enthalten, die regelmäßiges Mähen nicht vertragen, so dass Unkräuter sich leicht ausbreiten können.

Grüner Rasen trotz starker Belastung

Allen DIN-Normen und Qualitätsmerkmalen des Rasensamens zum Trotz: Oft hält der Rasen nicht, was der Gartenbesitzer sich wünscht, nämlich dauerhaftes Grün statt brauner Flecken. Gerade wenn der Rasen stark strapaziert wird, bilden sich über kurz oder lang braune Stellen. Denn die Halme mögen zwar strapazierfähig sein, viele Tritte auf dem Rasen machen den Boden dicht für Luft, Wasser und Nährstoffe – das bedeutet das Aus für zarte Graswurzeln und damit Gräser.

  • Ruhephasen einplanen Wer grünen Rasen möchte, muss seinem grünen Teppich im Garten Ruhephasen von den Zeiten mit hoher Belastung gönnen. Nach Phasen starker Belastung müssen sich die Gräser bei dem entsprechenden Pflegeprogramm erholen. Das Wellness-Programm für den Rasen heißt: ausreichend wässern, schneiden, wenig betreten und den Boden etwas lockern. Übrigens: Nasser Rasen sollte möglichst wenig betreten werden. Denn dann verdichtet sich der Boden besonders leicht.

  • Alternative zur intensiven Rasenpflege Um Rasen satt und grün zu erhalten, ist ziemlich viel Aufwand erforderlich. Wenn du nicht so viel Zeit dafür aufwenden möchtest, musst du dich vom Ideal des grünen Rasens verabschieden. Die Alternative zur intensiven Rasenpflege heißt: Abschied von einer reinen Rasenfläche nehmen, auch strapazierfähigere Unkräuter zulassen und im Herbst und Frühjahr nachsäen. Dann kannst Du zwar nicht den gepflegten englischen Rasen genießen, dafür aber mehr Zeit im Liegestuhl!

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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