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Algen im Teich mit Unterwasserpflanzen bekämpfen

Die wichtigsten Unterwasserpflanzen als Helfer, um Algen im Teich zu verhindern und die Wasserqualität zu verbessern.

Algen im Teich sind an sich kein Grund zur Panik. Denn Algen gehören zum Teich wie das Unkraut ins Beet. Vor allem im Frühjahr, bevor die Wasserpflanzen mit dem Wachstum beginnen, nutzen sie die Abwesenheit dieser Konkurrenten um Nährstoffe. Nahezu explosionsartig entstehen sie dann und bilden grüne Watteteppiche im Wasser.

Algen entfernen

Jetzt ist Algenangeln angesagt. Mit Kescher oder Rechen – Vorsicht, dass die Folie nicht verletzt wird! – die Algen aus dem Wasser fischen. Sobald die Wasserpflanzen zu wachsen beginnen, sollten aber die Algen zurückgehen. Sonst können sie die Wasserqualität und somit das Leben im Teich gefährden!

Unterwasserpflanzen als biologische Helfer gegen Algen

Unterwasserpflanzen entziehen dem Wasser nicht nur wichtige Nährstoffe, sie spenden auch Schatten und sorgen dafür, dass sich das Teichwasser nicht so stark erwärmt. Denn je kühler das Wasser ist, desto höher ist der Sauerstoffgehalt. Außerdem setzen sie Sauerstoff frei und wirken so reinigend. Daher leisten sie einen wichtigen Beirag für einen algenfreien Teich.

Hier einige empfehlenswerte Unterwasserpflanzen

  • Krebsschere/Wasseraloe (Stratiotes aloides) Die Krebsschere bildet mit ihren stacheligen Blättern schöne Blattrosetten. Sie schwimmt zur Hälfte unter Wasser und bildet kleine Blüten. Im Herbst sinkt die Krebsschere zum Teichgrund und kommt in nächsten Frühling wieder an die Wasseroberfläche. Die Krebsschere kann sich bei stark eutrophierten Teichwasser stark vermehren. Überzählige Exemplare können aber leicht herausgefischt werden.

  • Froschbiss (Hydrocharis morsus-ranae) Der Froschbiss bildet einen lockeren Pflanzenteppich aus Blattrosetten unter der Wasseroberfläche. Seine Blätter erinnern an kleine Seerosenblätter. Im Sommer bildet er kleine weiße Blüten. Bei Frost sterben die Pflanzen ab. Ihre Pflanzensamen, die so genannten Winterknospen überdauern den Winter am Teichgrund und bilden im nächsten Jahr neue Pflänzchen.

  • Wasserpest (Elodea) Besonders gute reinigende Wirkung hat die Wasserpest. Allerdings wuchert diese Pflanze so stark, dass sie nur für sehr große Teiche empfehlenswert ist.

  • Das Krause Laichkraut (Potamogeton crispus) Das Krause Laichkraut hat einen hohen Nährstoffbedarf an gelöstem Phosphat und Stickstoff. Es ist ein guter Sauerstofflieferant, Schattenspender und bietet Jungfischen gute Versteckmöglichkeiten. Am besten pflanzt Ihr das Krause Laichkraut in Wasserpflanzenkörbe, da es leicht zu wuchern beginnt und Ihr es dann besser kontrollieren könnt.

  • Seekanne (Nymphoides peltata) Seekannen schwimmen auf der Wasseroberfläche und bilden hübsche Teppiche aus grünen Blättern. Sie bilden relativ lange Stängel, an denen die Laubblätter sitzen. Seekannen blühen zwischen Juni und September. Ihre Blüten sitzen an etwa vier cm langen Stilen oberhalb der Wasseroberfläche und werden von Insekten umschwärmt, Die Seekanne nimmt mit Hilfe von „Hydropoten“, das sind kleine Pünktchen an der Blattunterseite, Wasser auf und gibt Sauerstoff wieder über sie ab.

  • Hornblatt (Ceratophyllum demersum) Das Hornblatt kann in sehr kurzer Zeit Nährstoffe abbauen. Findet es allerdings nicht mehr genügend Nährstoffe, sinkt es zum Grund des Teiches, wo es schnell zerfällt. Beim Zersetzungsprozess entstehen schädliche Gase und letztendlich wieder neue Nährstoffe. Um diesen Kreislauf zu vermeiden, solltet Ihr das Hornblatt sehr gut beobachten und dann, wenn es am stärksten wuchert, die Pflanzen aus dem Teich fischen. Dann könnt Ihr gut sehen, ob die Pflanzen noch wachsen oder sich bereits zersetzen. Im letzteren Fall solltet Ihr einen Großteil der Pflanzen aus dem Wasser – am besten vorsichtig mit einem Rechen – ziehen.

  • Brasilianisches Tausendblatt (Myriophyllum aquaticum) Das Brasilianische Tausendblatt erinnert an ein kleines Tannenbäumchen. Es wächst zwar unter Wasser, streckt aber seine Triebspitzen bis zu 10 cm aus dem Wasser. Ihr solltet es so tief pflanzen, dass der Wurzelballen im Winter nicht einfriert.

  • Sumpf-Wasserstern (Callitriche palustris) Der Sumpf- oder Frühlingswasserstern ist eine immergrüne Unterwasserpflanze, die besonders wertvoll ist, da sie den Gartenteich auch im Winter mit Sauerstoff versorgt. Bei sinkenden Wasserständen verändert der Sumpf-Wasserstern die Form seiner Blätter und kann so überleben. Seine Wurzeln müssen allerdings immer feucht bleiben. Der Sumpf-Wasserstern ist schnellwüchsig, kann aber leicht geteilt werden.

Fazit

Wenn Ihr Unterwasserpflanzen geschickt einsetzt und auch andere Bedingungen in Eurem Teich passen, sollte Euch ein algenfreier Teich sicher sein!

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