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Gartenidee Hochbeet: Warum Hochbeete ideal sind, um Gemüse zu pflanzen

Hochbeete sind in. Kein Wunder, denn mit einem Hochbeet kannst Du

bequem im Stehen gärtnern, ohne Dich bücken zu müssen. Vor allem der

Trend zum Gemüseanbau im eigenen Garten steigert die Beliebtheit von

Hochbeeten.

Noch vor kurzem machten sich wenige Gartenbesitzer die Mühe, eigenes Gemüse anzubauen. Zu mühsam, wurde häufig zur Begründung genannt. Aber auch schlechter Boden im eigenen Garten machte den Anbau von Gemüse im Garten oft zur vergeblichen Mühe. Der Trend zur bewussten Ernährung haben jedoch das Interesse am Anbau von Nutzpflanzen im eigenen Garten beflügelt. Gemüse aus dem eigenen Garten ist eben, wenn man dies will, garantiert biologisch angebaut und die Beobachtung des Wachsens von der kleinen Pflanze hin bis zur Ernte krönen die Gartenarbeiten mit einem genussvollen Abschluss. Die Gartenidee eines Hochbeets und die Bepflanzung mit Gemüse wurde daher immer populärer.

Vorteile von Hochbeeten

Hochbeete haben aber noch weitere Vorteile: sie sind räumlich genau abgegrenzt und halten daher auch die Mühen der Gartenarbeit Grenzen. Das Arbeiten am Hochbeet ist weniger mühsam als das Jäten und Gießen von Beeten am Boden. Vor allem werden Hochbeete mit neuer, und das heißt in aller Regel mit guter Erde befüllt, so dass die Gemüsepflanzen gut gedeihen und die Hobbygärtner mit reicher Ernte belohnt werden.

Die Ernte aus Deinem Hochbeet wird wohl nicht ausreichen, dass Du zur Selbstversorgerin oder zum Selbstversorger wirst. Aber die frischen Möhren zum Abendessen, der knackige Salat am Wochenende, die Radieschen zum Zwischendurch-Knabbern und vieles mehr wirst Du ernten können, und vor allem wirst Du Dein Gemüse mit allen Sinnen erleben.

Und darüber hinaus wirst Du die Ästhetik der Gemüsepflanzen und Kräuter schätzen und lieben. Gartenarchitekten haben dies schon länger erkannt und integrieren Gemüsepflanzen in Blumenbeete. Daher ist die Gartenidee, Hochbeete auch in Ziergärten einzusetzen, naheliegend. Denn Hochbeete mit Gemüse bepflanzt passen als dekoratives Element in Stadtgärten ebenso gut wie in Bauerngärten oder in den modernen Garten.

Die richtige Höhe eines Hochbeets

Orientiere Dich bei der Höhe Deines zukünftigen Hochbeets an der Höhe, die Du von der Küchenarbeitsplatte gewöhnt bist, nämlich ca. 80 bis 90 Zentimeter. Dies ist die Höhe, bei der Du bequem und ohne lästiges Bücken oder Krümmen des Rückens arbeiten kann. Wenn Du allerdings hoch wachsende Pflanzen, wie z.B. Tomaten oder Erbsen, in seinem Garten anbauen möchtest, solltest Du Dich für ein niedrigeres Hochbeet entscheiden. Niedriger als ca. 20 Zentimeter sollte ein Hochbeet nicht werden, da die meisten Pflanzen bis in diese Tiefe wurzeln. Wenn es Dein Platz im Garten erlaubt, kannst Du auch Hochbeete in verschiedenen Höhen errichten.

Lage des Hochbeets

Bei Hochbeeten gilt der Spruch: Lage, Lage, Lage. Denn wenn das Hochbeet erst einmal angelegt ist, kann es nicht mehr verschoben werden. Achte vor allem bei der Auswahl des Standorts darauf, dass Dein Hochbeet sonnig steht, wenn Du eine Bepflanzug mit Gemüse planst. Denn fast alle Gemüsearten lieben die Sonne und nur wenige Arten tolerieren Halbschatten. Planst Du auch Küchenkräuter anzupflanzen, sollte Dein Hochbeet von der Küche nicht allzu weit entfernt sein, damit Du immer schnell frische Kräuter ernten kannst.

Größe des Hochbeets

Wichtiges Maß für die Größe eines Hochbeets ist die Armlänge. Denn Du willst ja das gesamte Hochbeet bequem im Stehen bearbeiten können, ohne Dich allzu sehr zu strecken oder gar auf das Beet klettern zu müssen. Ist Dein Beet nur von einer Seite zugänglich, weil Du es zum Beispiel an eine Mauer gebaut hast, sollte es nicht tiefer als 60 oder 70 cm sein. Hochbeete, die von beiden Seiten zugänglich sind, können 120 bis 140 breit sein. Es sollte mindestens die Länge von einem Meter haben. Ansonsten ist die Länge variabel und richtet sich nach dem Platz, den Du zur Verfügung hast. Der Weg um das Hochbeet sollte etwa 60 cm breit sein. Wenn Du einen größeren Garten hast, leiste Dir zumindest an einer Seite des Hochbeets einen 80 cm breiten Weg. Wenn Du im Frühjahr vor der Bepflanzung den Humus mit der Schubkarre heranfahren kannst, wirst Du dankbar sein.

Hochbeet für Gemüseanbau befüllen

Du wirst staunen, wie viel Erde in ein Hochbeet passt. Damit Du nicht alles mit Erde auffüllen musst, kannst Du Dein Hochbeet als eine Art Komposter verwenden. Dabei gilt die grobe Regel: das Hochbeet wird in Schichten, von grob zu fein, befüllt. Konkret heißt das, dass Du Deine groben Gartenabfälle, wie zum Beispiel Äste von Bäumen und Sträuchern, als unterste Lage verwendest. Das hat den Vorteil, dass die unteren Erdschichten auch nach der Bepflanzung des Hochbeetsn durchlüftet werden und das Wasser besser abfließen kann. Die Äste und Stämme sollten ca. die ersten 30 Zentimeter Deines Hochbeets bilden. Tritt diese gut fest, damit sich die Erde später nicht allzu sehr setzt. Als nächste Schicht füllst Du Laub, Grassoden oder Häckselgut ein, dann groben Kompost und als letzte Schicht schließlich Gartenerde gemischt mit abgesiebtem Kompost. Jede Schicht sollte in etwa gleich hoch sein. Im Lauf der Zeit wirst Du feststellen, dass sich Dein Hochbeet senkt, da die groben Materialien verrotten. Du musst daher Dein Hochbeet jedes Frühjahr mit frischem Kompost auffüllen. Dies ist auch nötig, da Dein Hochbeet für die Pflanzen Dünger braucht. Am besten düngst Du mit Kompost.

Nach vier bis sechs Jahren musst Du die Erde Deines Hochbeets austauschen.

Damit Wühlmäuse und Maulwürfe nicht in Dein Hochbeet eindringen können, solltest Du unter dein Hochbeet ein grobmaschiges Drahtgitter legen. In fast allen Fällen empfiehlt es sich das Hochbeet innen mit Folie auszukleiden.

Bepflanzung mit Gemüse im Hochbeet

Im ersten Jahr ist die Erde noch am nährstoffreichsten. Pflanze alsoam besten die so genannten Starkzehrer an. Das sind dieGemüsesorten mit großen Blättern und Früchten: Kohlarten, Zucchini, Tomaten, Sellerie, Gurken und Lauch. Bedenke, dass Zucchini viel Platz braucht. Gurken können an den Rand gepflanzt werden und am Hochbeet hinunterwachsen.

Im Jahr zwei dürfen die Mittelstarkzehrer ins Beet. Sie habeneinen geringeren Nährstoffbedarf nicht mehr ganz so große Blätter und Früchte. Beispiele hierfür sind Salate, Mangold, Spinat, Pastinaken, Möhren, Rettich, Radieschen, Fenchel, Erdbeeren und Zwiebeln.

Im Jahr drei und vier solltest Du vor allem Schwachzehrer pflanzen. Dies sind zum Beispiel Kräuter, Dicke Bohnen, Eiskraut, Feldsalat oder Radieschen.

Aus diesen Materialien kannst Du Dein Hochbeet bauen

An sich hast Du die freie Wahl, woraus Du Dein Hochbeet bauen willst. Holz, Metall, Kunststoff oder Stein kommen alle in Frage. Die meisten Hobbygärtner entscheiden sich für Holz. Hier ist vor allem Lärchenholz empfehlenswert, da es sehr langlebig ist. Wenn Du schmale Bretter verwendest, musst Du in bestimmten Abständen Stützen an der Außenseite einbauen, damit das Gewicht der Erde Dein Hochbeet nicht verzeiht. Ansonsten kannst Du Holzbretter auf die Außenseite von Eckpfosten mit Holzschrauben befestigen.

Aber auch Stein ist gut geeignet, da es witterungsbeständig ist. Verzinkte Wellblechplatten sind ebenfalls beliebt, da sie leicht aufzubauen sind und sich nicht verbiegen. Allerdings leitet Metall die Temperaturen sehr gut weiter. Das heißt, dass der Wurzelbereich im Sommer zu heiß und im Winter zu kalt werden kann.

Und natürlich gibt es eine große Auswahl an „fertigen“ Hochbeeten, bzw. Bausätzen, so dass die Mühe und der Aufwand sich beim Bau stark reduzieren.

Foto Hochbeet und Bezugsquelle: http://hochbeet-huchler.de

Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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