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Lampionblume (Physalis alkekengi)

Wie kleine, orangene Lampions hängen die Blütenkelche von der Lampionblume (Physalis alkekengi) herab und erleuchten jeden Garten und jede Wohnung. Diese warme Farbe der Pflanze erhellt zudem jedes Gemüt.

Allgemein

Die Lampionblume (Physalis alkekengi) ist eine Zierpflanze und gehört zur Gattung der Blasenkirschen (Physalis) und der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Sie ist auch unter den Namen Andenbeere, Judenkirsche und Kapstachelbeere bekannt.

Den Namen Lampionblume besitzt die Pflanze aufgrund ihrer lampionartigen, orangenen Fruchthüllen, die im Herbst intensiv orange bis scharlachrot leuchten und eine kugelige, orangene Frucht umhüllt. Die Pflanze gehört zu den sommergrünen Pflanzen und kann bis zu 80 Zentimeter hoch werden. Außerdem ist der Wurzelstock der Pflanze in Mitteleuropa winterhart und breitet sich auch durch diesen rasant aus. Woher die Lampionblume genau her stammt, weiß man nicht genau. Sie könnte aus China stammen aber auch aus Südosteuropa.

Standort und Boden

Für die Lampionblume bedarf es nur einen lockeren, leicht kalkhaltigen und nährstoffreichen Boden. Daher ist die Pflanze nicht sehr anspruchsvoll. Außerdem sollte man zu nassen Boden vermeiden und die Pflanze windgeschützt, aber an einem halb-sonnigen, warmen Ort pflanzen. Man kann sie auch außerhalb des Gartens oder der Wohnung finden, zum Beispiel in Weinbergen.

Pflanzen und Pflegen

Als Standort eignen sich die Teile des Gartens, an denen die starke Ausbreitung der Andenbeere nicht stört. In kleineren Gärten empfiehlt es sich, die Stauden mit einer Wurzelsperre zu umgeben.

Am besten pflanzt man die Lampionblume Ende April, um der Pflanze die Gelegenheit zu geben noch anzuwurzeln, bevor sich Früchte bilden. Man sollte darauf achten, den Boden locker zu halten und Staunässe zu verhindern. Außerdem kann man der Pflanze gerne Kalk zuführen, zum Beispiel in Form von Eierschalen. Lampionblumen lassen sich auch gut im Pflanzkübel halten. Dann müssen sie alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr umgetopft werden. Die Staude schneidest du am besten im Frühjahr zurück. Alle vertrockneten Pflanzenteile bis auf Bodennähe kürzen.

Blüte

Die Lampionblume blüht zwischen Juli und September. Die Blüten sind weißlich bis cremegelb und erinnern in der Form an Sterne. Nach der Blüte wachsen die Blütenblätter zusammen und bilden den Lampion. Innerhalb des Lampions wachsen die Beeren, die rund und scharlachrot sind. Je älter die Kelchblätter werden, desto mehr sieht man die Frucht, da die ledrige Haut der Blätter verwittert und immer durchscheinender wird.  

Bienen

Lampionblumen haben bieten Bienen nur eine geringe Menge an Pollen und Nektar.

Vermehrung und Aussaat

Am leichtesten lassen sich Lampionblumen vermehren, indem man im Frühjahr die Staude teilt. Wenn du Physalis alkekengi ansäen möchtest, kannst du sie ab Februar im Haus vorziehen und ab Mitte Mai ins Freiland auspflanzen.

Verwendung in der Küche

Volkstümlich wurden die Früchte als Heilmittel angewandt gegen Nierenerkrankungen und Harnwegsinfekten. Jedoch sind die grünen Pflanzenteile schwach giftig und sollten nicht verwendet werden. Isst man zum Beispiel ein Blatt, so wird der Magen-Darm-Trakt gereizt durch die enthaltenen Bitterstoffe der Pflanze. Nachdem die Frucht reif geworden ist, erhält man eine schöne Schnittblume.

Krankheiten und Schädlinge

Zu den Krankheiten und Schädlingen der Pflanze gehören die Wurzelfäule und die Blattläuse. Im allgemeinen ist die Pflanze jedoch sehr robust.

Sorten

Wie viele Sorten es nun genau gibt auf der Welt, weiß niemand so genau. Man sagt, dass allein in Mittel- und Südamerika schon alleine 75-100 Sorten beheimatet sind. Außerdem kann man die Lampionblumen unterscheiden in Ziergewächs (Physalis alkekengi) und leckerer Andenbeere (Physalis peruviana). Zudem gibt es dann noch seltenere Arten wie die Tomatillo (Physalis ixocarpa), Ananaskirsche (Physalis pruinosa) und Erdbeertomate (Physalis philadelphica).

Tipp

Lampionblumen sind sehr schön als Dekoration im Haus. Triebe im Frühherbst abschneiden und mit wenig Wasser in die Vase stellen. Das Wasser nicht wechseln oder nachfüllen. Der Stiel vertrocknet so langsam und die Kelchblätter behalten ziemlich lange ihre intensive Farbe.

Autorin: Nadine Eckardt

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