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Oleander umtopfen

Oleander wächst schnell. Daher ist auch das Pflanzgefäß für die Pflanze schnell zu klein. Wichtig beim Umtopfen ist es, den richtigen Zeitpunkt und die richtige Erde zu wählen.

Oleander (Nerium oleander ) ist leider nicht winterhart. Daher wird die Pflanze als Kübelpflanze kultiviert, damit sie im Herbst leicht ins Winterquartier umziehen kann. Da Oleander stark wächst, wird das Pflanzgefäß schnell zu klein. Dann stellt sich die Frage: Wie und wann kann man Oleander am besten umtopfen?

Wann soll ich meinen Oleander umtopfen?

Umtopfen bedeutet erst mal Stress für jede Pflanze. Dieser wird für die Pflanze aber besser erträglich, wenn du den richtigen Zeitpunkt wählst. Oleander solltest du am besten im Frühjahr gleich nach dem Umzug ins Freiland umtopfen. Für die Wachstumsphase hat die Pflanze dann gute Startbedingungen.

Welches Substrat ist am besten geeignet?

Oleander-Pflanzen bevorzugen eine strukturstabile Erde. Am besten ist spezielle Kübelpflanzenerde geeignet. Ein Anteil Lehm an der Erde ist sehr gut. Wenn du Lehm zur Verfügung hast, mische unter fünf Teile Kübelpflanzenerde ein Teil Lehm. Kompost sollte nicht oder nur in geringen Mengen unter das Substrat gemischt werden.

Da Oleander einen hohen Bedarf an Nährstoffen hat, sollte unter die Erde Langzeitdünger gemischt werden. Als Faustregel für die Mengenangabe gilt vier Gramm Langzeitdünger auf einen Liter Erde. Verwende nur speziellen Kübelpflanzendünger.

Es ist empfehlenswert unten in den Pflanztopf eine Schicht Blähton einzufüllen. Diese verhindert zum einen Staunässe. Zum anderen speichert Blähton Wasser und hilft so, Trockenzeiten für die durstige Pflanze zu vermeiden.

Welches Pflanzgefäß soll ich wählen?

Die Wurzeln des Oleanders wachsen mehr in die Breite als in die Tiefe. Wähle daher einen breiten Topf aus. Schmale, hohe Pflanzgefäße sind nicht geeignet. Breite Pflanzgefäße haben auch den Vorteil, dass sie standfester sind als hohe. Der Pflanztopf muss unten auf jeden Fall ein Abflussloch haben. Vor dem Einpflanzen eine Tonscherbe über das Abflussloch legen.

Das Pflanzgefäß sollte etwa vier bis sechs Zentimeter im Durchmesser breiter sein als das alte. Bei großen Pflanzen kann das neue Pflanzgefäß auch bis zu fünf Zentimeter mehr Platz am Rand bieten. Ist das Pflanzgefäß aber zu groß gewählt, kann es zu weniger Blüten kommen, da die Pflanze zuerst sich auf das Wurzelwachstum konzentriert.

Wie oft muss ich Oleander umtopfen?

Wie oft Oleander umgetopft werden muss, hängt vom Alter der Pflanze ab. Junge Pflanzen solltest du jährlich umtopfen, da sie sehr schnell wachsen. Bei älteren Pflanzen ist es ausreichend, sie alle fünf bis 10 Jahre umzutopfen.

Müssen ausgewachsene Oleander auch umgetopft werden?

Für ausgewachsene Oleander gibt es oft keine größeren Pflanztöpfe mehr. Daher können sie nicht umgetopft, das heißt in ein anderes Pflanzgefäß gesetzt werden. Dennoch ist es nötig, die Pflanzen nach einigen Jahren aus dem Pflanztopf zu nehmen, die Wurzeln zurückzuschneiden und wieder in das alte Pflanzgefäß zu setzen. So gehst du dabei vor:

  • Oleander aus dem Pflanzgefäß nehmen
  • Erde abschütteln oder mit dem Gartenschlauch abspritzen
  • Wurzeln rund um den Wurzelballen herum etwa drei Zentimeter mit einer scharfen Schere kürzen oder
  • etwa vier tortenstückähnliche Teile aus dem Wurzelballen herausschneiden. Dabei auf einen ausreichend großen Abstand zum Stamm achten
  • Darauf achten, nur kleinere Wurzeln zu kürzen Beim Schneiden starker Wurzeln ergeben sich große Schnittwunden
  • Wurzeln mit den Händen auflockern
  • Das alte Pflanzgefäß säubern und das Abflussloch kontrollieren
  • Oleander wie unten beschrieben in den alten Pflanztopf einpflanzen
  • Nach dem Wurzelschnitt die oberirdischen Teile im gleichen Maß kürzen

Hilfe – was mach ich, wenn ich den Oleander geht nicht aus dem Topf kriege?

Wenn die Pflanze schon länger in ihrem Topf wächst, lässt sie sich oft schwer aus dem Pflanzgefäß ziehen. Diese Tricks können helfen:

  • Vor dem Umtopfen die Pflanze gut gießen
  • Bei größeren Pflanzen die Äste zusammenbinden, um den Oleander möglichst weit unten fassen zu können. So werden die Triebe nicht so leicht beschädigt
  • Mit einem langen Messer die Wurzeln vom Wurzelrand lösen
  • Pflanzen in Plastiktöpfen hinlegen und die Töpfe unter starkem Druck leicht drehen
  • Das Abflussloch kontrollieren. Wenn aus dem Abflussloch bereits Wurzeln herauswachsen, ist es nahezu unmöglich, die Pflanze aus dem Topf zu ziehen. Dann entweder den Topf auseinanderbrechen oder die Wurzeln abschneiden

Was muss ich tun, bevor ich den Oleander wieder einpflanze?

Nachdem du den Wurzelballen aus dem alten Pflanzkübel gezogen hast, schüttle so gut wie die Erde aus dem Wurzelballen oder entferne sie mit einem Wasserstrahl. So ist im neuen Pflanzgefäß mehr Platz für frisches Substrat

Wenn das Wurzelgeflecht sehr dicht ist, reiße den Wurzelballen etwas auf, damit sich die Wurzeln im neuen Pflanzgefäß besser ausbreiten können

Kranke oder verletzte Wurzeln mit einem scharfen Messer sauber abtrennen

Wie pflanze ich meinen Oleander richtig ein?

Wenn die Wurzeln gekürzt und gelockert wurden, wird die Pflanze wieder eingetopft. Und das geht so:

  • Eine Tonscherbe auf das Abflussloch legen
  • Zur besseren Drainage kannst du eine Schicht Blähton, kleine Kieselsteine oder grobes Lavagranulat unten in den Topf füllen. Eine Abdeckung der Drainageschicht mit einem Vlies verhindert, dass sich die Erde und die Drainageschicht vermischen
  • Den Wurzelballen in den Pflanztopf setzen
  • Den Topf mit Erde auffüllen und diese gut festdrücken
  • Den Oleander im Topf so positionieren, dass der Wurzelballen etwa zwei Zentimeter unterhalb des Pflanzkübels endet. So ist noch genug Platz für einen Gießrand
  • Den Topf mit Pflanzsubstrat auffüllen und die Erde immer wieder gut festdrücken, um Hohlräume zu vermeiden
  • Den Oleander gut angießen

Muss ich den Oleander nach dem Umtopfen schneiden?

Nach dem Umtopfen im Frühjahr ist der richtige Zeitpunkt zum Rückschnitt gekommen. Entferne alle vertrockneten Zweige. Äste, die zu lang geworden sind, behutsam zurückschneiden und nicht weiter als bis zur nächsten Knospe kürzen. Äste, die nach innen wachsen oder sich kreuzen, abschneiden.

**Hinweis: Oleander ist giftig. Um Hautrötungen oder -reizungen zu vermeiden, immer Handschuhe beim Umtopfen tragen.

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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