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12 essbare Blumen für Mischkultur im Gemüsegarten

Diese Pflanzen haben leckere, essbare Blüten und sind gute Nachbarn für Gemüse. Wir stellen 12 Blumen und Kräuter für die Mischkultur im Gemüsegarten vor.

Mischkultur ist eine hervorragende Art, auf natürliche Art und Weise gesunde Pflanzen im Gemüsegarten anzubauen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Mischkultur zu betreiben. In diesem Artikel geht es um Mischkultur von Gemüse mit Pflanzenmit essbaren Blüten. So hast du nicht nur die Vorteile der Mischkultur, sondern kannst auch neue Geschmäcker ausprobieren und deine Speisen wunderschön dekorieren.

Wir stellen Pflanzen mit essbaren Blüten vor, die sich nach der gut in der Nachbarschaft von Gemüsepflanzen machen. Und bei allem sehen sie auch noch sehr schön dabei aus.

Was ist Mischkultur

Mischkultur bedeutet, Pflanzen so nebeneinander zu pflanzen, dass sie besser wachsen. Dabei können die Pflanzen unterschiedliche Aufgaben haben, wie zum Beispiel Bienen anzulocken, Schädlinge in Schach zu halten, die Erde aufzulockern oder Stickstoff im Boden zu speichern.

1.Baldrian (Valeriana officinalis)

Baldrianpflanzen sind Wildpflanzen, die als Gartenstauden immer beliebter werden. Ihre weißen Blüten ziehen Nutzinsekten in großer Zahl an. Außerdem begünstigt Baldrian das Blühen anderer Gemüsepflanzen in der Nachbarschaft, wie zum Beispiel von Tomaten. Ein schlechter Pflanzpartner für Baldrian ist Feldsalat.

Standort: sonnig bis halbschattig

Boden: durchlässig, leicht feucht, humusreich

Verwendung: Meist werden die Wurzeln geerntet, die Blüten können aber auch geerntet und ähnlich wie die Wurzeln verwendet werden, zum Beispiel als Gewürz für Suppen und Eintöpfe.

2. Basilikum

Die Blüten des Basilikums sind absolute Bienenmagnete und von daher schon sehr nützlich im Gemüsebeet. Basilikum wirkt gegen Mehltau und die weiße Fliege. Er ist ein guter Nachbar für Fenchel, Gurken, Mangold, Tomaten, Zucchini und Kohl.

Standort: sonnig bis halbschattig, geschützt, warm

Boden: durchlässig, leicht feucht, humusreich

Verwendung: Blüten des Basilikums schmecken weniger aromatisch als die Blätter. Sie werden vor allem als Dekoration von Speisen, zum Würzen von Salaten und gebratenem Gemüse oder zur Zubereitung von Basilikumblütenessig verwendet.

3. Bohnenkraut (Satureja)

Wie der Name es schon verrät, fördert das Bohnenkraut das Wachstum und das Aroma von Bohnen und wirkt gegen die schwarze Bohnenlaus. Gute Nachbarn für das Bohnenkraut sind außer Bohnen, Erdbeeren, Knoblauch, Pflücksalat, Rote Bete und Zwiebeln. Bohnenkraut blüht je nach Sorte zwischen Juni und Oktober in Weiß, Zartrosa oder Blauviolett.

Standort: sonnig, geschützt, warm

Boden: durchlässig, mäßig trocken, humusreich

Verwendung: Die Blüten schmecken wie die Blätter leicht pfeffrig und können zur Dekoration von Speisen oder zum Würzen von Kräuterbutter oder Kräuterquark verwendet werden. Durch Trocknen können die Blüten haltbar gemacht werden.

4. Borretsch (Borago officinalis)

Die Blüten des Borretsch locken viele bestäubende Insekten in den Garten. Die Wurzeln halten Nematoden fern. Gute Beetnachbarn sind Tomaten, denn Borretsch fördert das Wachstum und den Geschmack der Früchte. Weitere gute Nachbarn im Gemüsebeet sind Gurken, Kohlrabi, Kopfkohlarten, Kürbisgewächse, Tomaten und Zucchini. Die Pflanzen werden bis zu 70 Zentimeter hoch und brauchen viel Platz im Gemüsebeet.

Standort: sonnig bis halbschattig, luftig

Boden: feucht, durchlässig, nährstoffreich

Verwendung: Zur Dekoration von Salaten oder in Getränken, zum Würzen von Suppen, Eierspeisen, Kräuterbutter oder Kräuterquark.

5. Dill (Anethum graveolens)

Dill ist ein Doldenblütler und lockt mit den vielen kleinen Blüten Insekten ins Gemüsebeet, verbessert die Keimfähigkeit vieler Pflanzen und ist ein Windschutz für Gemüsepflanzen und macht seine Beetnachbarn widerstandsfähiger gegenüber Mehltau. Gute Nachbarn für Dill sind Erbsen, Gurken, Kohl, Möhren, Rote Bete, Salat, Zucchini und Zwiebeln. Die Blüten des Dills schmecken wie die Blätter, nur etwas weniger aromatisch.

Standort: sonnig bis halbschattig, windgeschützt

Boden: feucht, durchlässig, eher mager

Verwendung: Zur Dekoration und zum Würzen von Salaten, Saucen und anderen Speisen, zum Verfeinern von Tee bei Verdauungsproblemen.

6. Duftnessel (Agastache mexicana)

Agastache oder Duftnesseln sind Lippenblütler, die Bienen und Schmetterlinge in großer Zahl in den Garten locken. Die Blüten schmecken nach Anis. Die Pflanzen blühen, je nach Art, von Juni bis September. Die Pflanzen blühen in Rosa, Rot und Violett und werden zwischen 60 und 120 Zentimeter hoch. Am besten lässt man die Agastache ihre Pflanznachbarn durch Aussaat selber auswählen.

Standort: sonnig

Boden: trocken, sandig, durchlässig

Verwendung: Die Blüten schmecken sehr gut im Salat oder als Sirup. Sehr dekorativ ist es, die Blüten in Eiswürfel einzufrieren und Getränken, wie Wasser, Limonade oder Cocktails zuzufügen. Getrocknet werden die Blüten als Tee verwendet.

7. Indianernessel, Monarda

Die Blüten der Indianernessel blühen in Rot- und Rottönen, Weiß und Violett. Die mehrjährige Staude benötigt etwas Platz und sollte auf die Nordseite des Gemüsebeets gepflanzt werden, um die Gemüsepflanzen nicht zu sehr zu beschatten. Bienen, Hummeln und Schmetterlinge werden von den Blüten angelockt. Als Vorkulturpflanze von Tomaten fördert die Indianernessel deren Aroma und Wachstum.

Standort: sonnig

Boden: feucht, durchlässig, sehr humos

Verwendung: Zur Dekoration und zum Würzen von Salaten, Saucen, Kartoffelngetrocknet als Tee

8. Kapuzinerkresse (Tropaeolum)

Kapuzinerkresse ist bei Blattläusen äußerst beliebt. Wächst sie im Gemüsebeet wird sich kaum eine Blattlaus auf einer anderen Pflanze als der Kapuzinerkresse niederlassen. Die Blüten schmecken leicht scharf – zu scharf für Schnecken, die schon den Geruch nicht leiden können und daher einen Boden um die Plätze machen, an denen die Kapuzinerkresse wächst.

Gute Nachbarn für die Kapuzinerkresse sind Bohnen, Brokkoli, Erbsen, Gurkengewächse, Kartoffeln, Kohl, Radieschen, Rettiche, Stangenbohnen, Tomaten, Zwiebeln. Du solltest sie nicht neben Dill, Fenchel, Kerbel, Koriander, Petersilie, Rucola, Schnittlauch pflanzen.

Standort: sonnig bis halbschattig

Boden: humusreich, kalkhaltig, nicht zu nährstoffreich

Verwendung: Zur Dekoration und zum Würzen von Salaten und anderen Speisen

9. Ringelblume (Calendula)

Ringelblumen sind sehr unkomplizierte Pflanzen. Sie samen sich von allein aus und brauchen nur wenig Nährstoffe. Die Pflanzen locken Bienen mir ihren gelben oder orangefarbenen Blüten an, lockern den Boden auf und vertreiben Nematoden sowie Drahtwürmer. Auch Schnecken können Ringelblumen nicht leiden. Wenn du das Gemüsebeet mit den Pflanzen umgibst, kannst du viele der hungrigen Gartenbewohner aus dem Gemüsebeet fern halten.

Ringelblumen vertragen sich mit fast allen Gemüsesorten wie Bohnen, Bohnenkraut, Erbsen, Erdbeeren, Feldsalat, Gurken, Himbeeren, Johannisbeeren, Kartoffeln, Kohl, Koriander, Kürbis, Möhren Paprika, Petersilie, Radieschen, Rucola, Sellerie, Spargel, Stachelbeeren und Tomaten

Standort: sonnig

Boden: humusreich, durchlässig, nicht zu nährstoffreich

Verwendung: Zur Dekoration von Salaten und anderen Speisen, getrocknet als Tee oder zur Herstellung von Ringelblumensalbe.

10. Salbei (Salvia officinalis)

Nicht nur die Blätter des Salbeis, sondern auch die Blüten lassen sich in der Küche verwenden. Salbei wird in der Regel von Schnecken verschmäht. Der Lippenblütler lockt Bienen und andere bestäubende Insekten in den Gemüsegarten.

Salbei verträgt sich mit Bohnen, Erbsen, Fenchel, Kohl, Möhren, Rosmarin, Salat und Ysop. Du solltest ihn nicht neben Basilikum und Gurken pflanzen. Der Geschmack der Blüten ist ähnlich intensiv wie der der Blätter.

Standort: sonnig, warm, windgeschützt

Boden: durchlässig, eher trocken, kalkhaltig, humos

Verwendung: Zur Dekoration von Gerichten und Desserts, zur Herstellung von Blütenbutter, zum Aromatisieren von Ölen oder Essig, zur Verfeinerung von Saucen, getrocknet als Tee

11. Schnittlauch (Allium schoenoprasum)

Schnittlauch ist für viele Gemüsesorten ein begehrter Nachbar, vor allem für Möhren, da er mit seinem Duft die Möhrenfliege vertreibt, für Erdbeeren, das er die Infektionsgefahr für Grauschimmel und für Gurken, da er die Anfälligkeit für Falschen Mehltau reduziert. Er passt auch zu Dill, Fenchel, Kohlrabi, Pastinaken, Petersilie, Pimpernelle, Rosmarin, Sellerie, Spinat, Thymian, Tomaten und Wein. Er sollte nicht neben Artischocken, Bohnen, Erbsen, Gartenkresse, Kohl, Koriander, Porree und Rote Bete gepflanzt werden.

Standort: sonnig bis halbschattig

Boden: feucht, durchlässig, humusreich

Verwendung: Die Blüten schmecken etwas milder als die Halme, geeignet u.a. zur Dekoration und zum Würzen von Salaten, Kräuterbutter oder Kräuterquark

12. Studentenblumen (Tagetes)

Tagetes werden sehr häufig in Gemüsebeeten angebaut, da sie Nematoden und die weiße Fliege abwehren und Bienen anlocken. Sie sind gute Nachbarn vor allem für Erdbeeren, Kartoffeln, Kohl und Tomaten.

Standort: sonnig, warm, windgeschützt

Boden: durchlässig, eher trocken, kalkhaltig, humos

Verwendung: Zur Dekoration von Salaten und zum Würzen von Saucen und anderen Speisen, vor allem Kürbis; getrocknet als Tee

13. Thymian

Thymian vertreibt Läuse, Kohlweißlinge und Schnecken. Er passt gut zu Kohl und Salat. Die Nachbarschaft von Roter Bete, Kartoffeln und Porree sollte er meiden.

Standort: sonnig

Boden: durchlässig, kalkhaltig, nährstoffarm

Verwendung: Thymian schmeckt ähnlich wie Oregano. Doe Blüten passen zu Suppen, Nudelgerichten, Brot und Salat-Dressings.


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