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Indisches Blumenrohr

Das Indische Blumenrohr (Canna indica) ist nicht nur sehr dektoartiv im Sommer. Es ist auch pflegeleicht und lässt sich leicht überwintern, da nur die Rhizome frostfrei gelagert werden müssen.

Herkunft des indischen Blumenrohrs

Das indische Blumenrohr kommt nicht aus Indien, wie es der Name vermuten ließe, sondern aus dem tropischen Mittel- und Südamerika, wo es bis zu 50 Arten gibt. Seit dem 16. Jahrhundert ist es bei uns bekannt. Man täuschte sich aber in seiner Herkunft und verpasste ihm daher den „falschen“ Namen. Der Gattungsname „Canna“ bedeutet „Rohr“ und verweist auf den unverzweigten Wuchs der Pflanze.

Steckbrief

Darüber, dass es aus tropischen Gegenden kommt, kann das indische Blumenrohr allerdings nicht hinwegtäuschen. Denn es benötigt feuchte Standorte mit nährstoffreichen Böden und viel Sonne. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, hast Du mit dem indischen Blumenrohr eine attraktive und pflegeleichte Kübelpflanze für Terrasse oder Balkon.

Schon der Wuchs der Pflanze ist außergewöhnlich. Von den langen Stängeln – oder Rohren, daher der Name – gehen die etwa 40 cm großen Blätter ab. Oben sitzen die auffälligen Blüten, die entweder gelb, orange oder rot blühen. Die Blüten sind wegen ihrer Asymetrie auffällig und sitzen an etwa 15 cm langen Rispen. Du kannst Dich von Juni bis Oktober an ihnen erfreuen.

Pflege

Wie gesagt, das indische Blumenrohr kommt aus tropischen Gegenden und hat seine Herkunft nicht vergessen. Daher solltest Du es nahezu täglich gießen und auch großzügig düngen, da es einen großen Nährstoffbedarf hat. Der Wasserbedarf wächst übrigens mit der Größe der Pflanzen, so dass Du im Sommer schon viel gießen musst. Ansonsten ist das indische Blumenrohr sehr pflegeleicht. Verblühte Blüten solltest Du abschneiden, damit sich insgesamt die Blühdauer verlängert.

Überwintern

Das indische Blumenrohr ist nicht frosthart, lässt sich aber einfach überwintern. Vor dem ersten Frost solltest Du die Pflanze etwa 10 bis 20 cm über der Erde abschneiden. Dann gräbst Du die Rhizome aus und steckst sie entweder in eine Papiertüte oder eine Holzkiste. Wichtig ist, dass es dunkel und luftdurchlässig ist, damit die Wurzeln nicht zu faulen beginnen. Dann einfach im dunklen, kühlen Keller lagern. Im zeitigen Frühjahr musst Du die Rhizome einfach in einen Blumentopf pflanzen und an einem hellen Platz in der Wohnung oder im Wintergarten vortreiben lassen, bevor das Blumenrohr nach den Eisheiligen auf die Terrasse in einem großen Kübel umzieht. Du kannst das indische Blumenrohr auch direkt ins Beet pflanzen, wenn Du genügend Platz im Garten hast. In Kombination mit Gräsern sieht es besonders schön aus.

Übrigens: Vergisst Du das Vortreiben im Zimmer, so verschiebt sich der Blütezeitpunkt in den Spätsommer.

Vermehren

Das Vermehren geht ganz einfach. Teile die Rhizome einfach, nachdem sie im Frühjahr ausgetrieben haben. Jedes Teilstück sollte ein Auge haben. Aber auch im Herbst, nach dem Ausgraben, ist es möglich, Teile der Rhizome abzutrennen.

Sorten

Das indische Blumenrohr passt schon wegen seiner Größe nicht ins Haus. Es gibt aber auch kleine Sorten, die durchaus im Zimmer oder auf kleineren Balkonen gehalten werden können. Beispiele sind die Sorten Canna indica 'Luzifer' (rot mit gelbem Rand), 'Alberich' (lachsrot), 'Perkeo' (kirschrot) und 'Puck' (gelb), die nur bis zu 50 cm hoch werden.

Beispiele für hohe Sorten sind 'Black Knight' mit weinroten Blättern und dunkelroten Blüten. 'President' hat ganz klassisch grüne Blättern und rote Blüten, 'Tropicanna gestreifte Blätter und orangene Blüten. Grüne Blätter mit gelben Blüten hat die Sorte 'Richard Wallace'.

Essbar

Falls Euer Blumenrohr zu stark gewachsen ist, könnt Ihr die Rhizome auch einfach aufessen. Die stärkereichen, schwer verdaulichen Wurzeln müssen aber lange gekocht werden, bevor sie genießbar sind. Ihr Geschmack soll an den von Süßkartoffeln erinnern.

Diese Gartenidee wurde verfasst von der Redaktion freudengarten.


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