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Vögel im Winter

Kälte, Wind, Stürme und Schnee machen den Winter für wild lebende Vögel zu härtesten Jahreszeit. Hier Tipps lesen, wie du Vögeln im Winter helfen kannst.

Welche Vögel ziehen weg?

Zugvögel ziehen bekanntlich im Winter weg, um der Kälte zu entfliehen. Andere bleiben bei zu Hause und haben Strategien entwickelt, um mit der Kälte zurechtzukommen. Zu diesen zählen zum Beispiel Amseln, Spatzen, Spechte und Eichelhäher. Diese werden Standvögel genannt. Eine dritte Gruppe an Vögeln sucht den Mittelweg zwischen Fernreisen und daheim Bleiben. Diese ziehen in nahe gelegene, milde Gebiete, um dort zu überwintern. Diese Gruppe von Vögeln wird Strichvögel genannt, da sie dem Landstrich, in dem sie heimisch sind, treu bleiben. Eine vierte Gruppe an Vögeln, die so genannten Teilzieher, sind in Deutschland am häufigsten anzutreffen. Von dieser Gruppe zieht nur ein Teil der Population in den Süden. Der restliche Teil zieht in nahe gelegene Gebiete oder harrt an seinem Standort aus.

Strategien gegen die Kälte

Kuschelig warm haben es die Vögel draußen im Winter nicht, aber sie haben Strategien entwickelt, um sich gegen die Kälte zu schützen und ihre normale Körpertemperatur zu halten. Dazu plustern die Vögel ihre Federkleid auf. Dadurch wird die Körpertemperatur gut im Federkleid gespeichert. Ein weiterer Trick ist, dass Vögel ihre Körpertemperatur in besonders kalten Nächten absenken können, um den Stoffwechsel zu reduzieren. Klar ist, dass dies alles an den Reserven der Tiere zehrt und sie viel Futter brauchen, um ihre Energiespeicher wieder aufzufüllen.

Vögel füttern oder nicht?

Es ist nicht so, dass Vögel im Winter keine Nahrung finden. Allerdings ist das Nahrungsangebot knapper als in den Sommermonaten. Zudem tragen die intensive Landwirtschaft dazu bei, dass Vögel immer weniger Futter finden. Dennoch gibt es Stimmen, die die Vogelfütterung aus verschiedenen Gründen ablehnen, wie zum Bespiel, dass die Vögel verlernen, sich selbst Nahrung zu suchen. Ob es notwendig ist, Vögel zu füttern oder nicht, kann hier nicht entschieden werden. Eines ist aber sicher: Vögel richtig zu füttern, hilft diesen über den Winter und erleichtert ihnen das Überwintern. Vogelfreunde können an en Futterstellen außerdem Vögel beobachten.

Das richtige Vogelfutter

Die Geschmäcker sind verschieden, das ist bei den Vögeln genauso wie bei uns. Körnerfresser, wie Meisen, Finken und Spatzen bevorzugen Nüsse, wie Erdnüsse oder Walnüsse, Sonnenblumenkerne, ölhaltige Saaten, wie zum Beispiel Hanfsamen. Körnerfutter bietest du am besten in Futterspendern an, da das Futter darin nicht so leicht verschmutzt. Diese Futtersilos haben außerdem den Vorteil, dass du sie hoch in einen Baum oder Strauch hängen kannst – sicher vor Katzen und anderen Fressfeinden.

Weichfutterfresser sind Amseln, Zaunkönige oder Rotkehlchen. Sie mögen Rosinen, Haferflocken, getrocknete Beeren, aber auch frisches Obst, wie zum Beispiel Äpfel. Weichfutterfresse fressen am liebsten vom Boden oder aus einem großen Vogelhaus. Damit der Futterplatz sauber bleibt, musst du die Reste regelmäßig aufkehren.

Futterstellen richtig aufstellen und pflegen

Futterstellen für Vögel müssen unbedingt sauber gehalten werden. Auch heruntergefallenes Futter musst du aufkehren, damit keine Infektionen entstehen (und Ratten und Mäuse nicht angelockt werden). Wenn du den Platz und die Möglichkeit hast, solltest du mehrere kleine Futterstellen statt einer großen einrichten. Dann haben auch kleinere oder schwächere Vögel die Chance auf ein stärkendes Mahl und werden von den größeren Vögeln nicht vertrieben.

Vogeltränken aufstellen

Auch im kalten Winter sind Vögel für Wasser dankbar. Vogeltränken sind daher auch im Winter beliebte Treffpunkte und werden gern besucht. Wenn das Wasser in der Tränke gefriert, kannst du heißes Wasser zum Auftauen über das Eis gießen. Wenn es sich löst, schütte das Eis weg und ersetze es durch frisches Wasser. Vogeltränken sollten verschiedene Tiefen für die unterschiedlichen Vogelarten haben und einen rauen Boden, damit die Tiere nicht ausrutschen.

Tipp: Stelle die Vogeltränke in Sichtweite deines Zimmers auf. Du kannst zum einen die Vögel besser beobachten, zum anderen siehst du, wann du das Wasser gefriert und ausgetauscht werden muss.

Nistkästen aufhängen

Aufgrund immer besser isolierender Dachböden, der sinkenden Anzahl an offenen Gebäude und dichten Hecken finden Vögel im Winter immer weniger Möglichkeiten, sich an geschützten Plätzen vor Kälte auszuruhen. Nistkästen bieten einen hier Rückzugsraum, übrigens nicht nur für Vögel, sondern auch für Mäuse und Eichhörnchen.

Wichtig: Nistkästen im Herbst reinigen, damit sie auch als Unterschlupf im Winter genutzt werden können.

Heimische Sträucher mit Beeren pflanzen

Statt Vogelhäuschen aufzustellen, kannst du auch nachwachsendes Vogelfutter anpflanzen. Gemeint sind heimische Beerensträucher, die den Vögeln im Winter einen Vitaminsnack bieten. Neben der Vogelbeere gibt es viele vogelfreundliche Sträucher, die deinen Garten für Vögel attraktiv machen.

Garten nicht aufräumen

Haufen aus Laub und Totholz, nicht abgeschnittene Stauden, Laub auf den Beeten – kurz, ein im Herbst nicht aufgeräumter Garten ist der beste Vogelschutz, da Vögel Verstecke und Nahrung finden.

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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